April, April…

Der April ist alles, nur kein Langweiler. Viel mehr hat er so viele spannende Seiten hat wie kaum ein anderer Frühlingsmonat.

Naturexplosion im April

Die ersten Schneeglöckchen, Veilchen und Krokusse waren nur Vorgeplänkel. Erst im April beginnt phänologisch – also nach dem Entwicklungsstand der Pflanzen betrachtet – der „Vollfrühling“. Wir finden: ein perfektes Wort für die Zeit, in der Äpfel- und Birnbäume, Flieder und manchmal schon die Kastanien vor duftenden Blüten nur so strotzen.

Der heimliche Wonnemonat

Beim Wetter wird dem April traditionell allerhand zugetraut. Zu Recht: Wie oft haben wir in den letzten Jahren schon im April hochsommerlich angegrillt! Und das bei Temperaturen, an die wir im Mai nur noch sehnsüchtig zurückdachten. Zum Beispiel 2010 und 2011: Hier zeigte das April-Thermometer in manchen Teilen des Landes schon 28 °C. Und der April 2009 galt sogar als der wärmste seit 100 Jahren!

Kein Witz!

Woher der Brauch stammt, Mitmenschen „in den April zu schicken“, ist nicht abschließend geklärt. Mehr Klarheit besteht darüber, was ein gelungener Aprilscherz ist. Einer geht so: 1998 ließ die Deutsche Post verlauten, künftig würden 100.000 Briefträger mit Dienstwürstchen ausgerüstet, um bissige Hunde abzuwehren. Hut ab!

Ostern im Abo

Eier, Schokoladenhasen, Hefezopf: Der April ist definitiv der gefühlte Ostermonat. Dabei richtet sich der Ostertermin nach dem ersten Frühlingsvollmond – und der kann auch mal früher sein. Zwischen 2000 und 2030 liegt Ostern insgesamt siebenmal im März. Aber eben nur siebenmal. Es bleibt dabei: Der Osterhase kommt – in der Regel –
im April.

Der Kuckucksmonat

Einen seiner vielen Namen verdankt der April dem Vogel Kuckuck, der traditionell als Frühlingsbote gilt. Nach der Überwinterung in Afrika kommt er in unsere Breiten zurück und läutet mit charakteristischem Kuckucksruf den Frühling ein. Richtig aktiv wird er erst, wenn er sich im ersten Grün der Zweige verbergen kann – und as ist meist im April der Fall.