Ihre Meinung ist uns wichtig

Gestalten Sie doch die Knauber-Online-Welt mit und sagen Sie uns, wie Ihnen unser Service-Portal knauber-welt.de gefällt und bei welchen Themen oder Projekten Sie sich online mehr Hilfe wünschen.

Tragen Sie dazu einfach Ihre Meinung in das Feedbackformular ein oder nennen Sie uns Ihre Wünsche über die unten stehende Kommentarfunktion.

Wir sind gespannt auf Ihr Feedback und freuen uns schon, Ihnen künftig noch mehr zur Seite stehen zu können.

 

Erstellen Sie Ihre eigene Umfrage zu Nutzerfeedback.


 

Bambus und Rhizomsperren

Bambusartige Gräser besiedeln immer mehr unsere heimischen Gärten. Zur Zeit sollen über tausend Arten den Zierwert neben Stauden, Sommerblumen und Beerensträuchern im Garten erhöhen. Meterhohe und noch breitere Solitärpflanzen werden als asiatischer Sichtschutz in Heckenformation angepflanzt. Besonders beliebt sind auch die wesentlich kleineren bodendeckenden Bambusarten.

Noch bis Ende Juni ist die geeignete Pflanzzeit für Bambus. Grundsätzlich gilt: Ein gut in humosem und durchlässigem Boden eingewurzelter Bambus wird den kommenden Winter in unserer Klimazone besser überstehen. Wenn Bambus an einem warmen, sonnigen, nicht zu windigen und im Winter etwas beschatteten Standort wächst, kommt eine besondere Stimmung im Garten auf, die fast alle Argumente und Begründungen für den Kauf eines nicht heimischen Gewächses mitbestimmen. Wachstum und Freude sind aber nur dann ungetrübt, wenn der Bambus ohne Staunässe steht. Der Boden sollte deshalb gut und tief gelockert sein und mit Kompost und einer Handvoll Hornspäne veredelt werden.

So können sich die unterirdischen Ausläufer (Rhizome), meterweit verbreiten. Wer diese natürliche Aktivität in Grenzen halten will, sollte sich für eine Bambussperre aus Kunststoff entscheiden, um nicht den gesamten Terrassenbelag oder die schweren Betonwegplatten hochkant rund um den Bambus vergraben zu müssen. Wer glaubt, dass die dicke Teichfolie die starken Rhizome aufhält, wird sich wundern. Denn die spitzen Bambuswurzeln – in der Nähe des Teiches stehend – perforieren diese ohne unterirdische Umwege zu machen. Dickwandige Wurzelsperren deshalb nicht ganz eingraben, sondern 5 – 10 cm über den Boden herausragen lassen, damit die kräftigen Rhizome nicht über die Sperre steigen können. Nicht zu tief sollte auch der Bambus selbst gepflanzt werden. Auf das sonst übliche An- oder Festtreten verzichten, da so junge Rhizomknospen zerstört werden könnten.

Wenn Bambus immer ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird (stickstoffbetonte Dünger), sind sie ansonsten recht widerstandsfähig. Ab August den Bambus „auf Diät“ setzen, weil die Asiatin sich jetzt ausreifend auf unseren Winter einstellen muß. Der Bambus kennt eigentlich keine Krankheiten. Sichtbare Blattschäden entstehen meist durch mangelhafte Ernährung, falsche Standortbedingungen oder fehlendes Wasser. Und manchmal fressen Mäuse die jungen Sprosse an, die sich gerade aus der Erde bemühen. Wer seine Heckenschere unbedingt zum Einsatz bringen möchte, sollte sich – wenn nötig – auf das Auslichten alter Halme am Boden beschränken.