Barf es ein bisschen mehr sein?

Täglich fünf Portionen Obst, viel Gemüse und bloß nicht zu viel Schokolade: Wenn es um Ernährung geht, wird unser täglich Brot schnell zur Religion. Doch gesunde Ernährung ist nicht nur für uns wichtig, auch unsere vierbeinigen Mitbewohner sollten artgerecht gefüttert werden – am besten mit viel frischem Fleisch.

Unser Barf-Experte klärt auf

lebig-tierleben-barf-experteSeit Oktober 2014 gibt es in der Knauber-Filiale in Bonn die neue Heimtierabteilung „Schönes Tierleben“, die unter anderem auch natürliches Tierfutter, das zum „Barfen“ geeignet ist, anbietet. Marc Lebig, Knauber-Mitarbeiter und Herrchen der vier Jahre alten Labradorhündin Abby und der zwei Neva-Masquarade-Katzen Kuba (6) und Issy (9), erklärt uns, wie artgerechte Tierernährung funktioniert.

Herr Lebig, wer ernährt sich gesünder: Sie oder Ihre Haustiere?

Alle gleich! Deshalb „barfe“ ich ja meine Hündin Abby von Anfang an. Nachdem sich meine Katzendame Issy öfters mal nach einer Industriefuttermahlzeit übergeben hat, bin ich auch hier auf B.A.R.F. umgestiegen. Das war vor etwa drei Monaten.

Was ist so schlimm an herkömmlichen, industriellen Futtermitteln?

Es gibt viele Firmen, die Getreide in ihr Futter mischen, um eine große Menge günstig herzustellen. Dann kommen noch die künstlichen Farb-, Aroma- oder Konservierungsstoffe hinzu. Das muss der Organismus erst mal alles verarbeiten – und das führt oft zu Problemen.

Beim Barfen geht es dagegen darum, auf künstliche Inhaltsstoffe zu verzichten?

Nicht nur das. Das Wort B.A.R.F. kommt ursprünglich aus Kanada und hat dort zwei Bedeutungen. Erstens „Born-Again Raw Feeders“, also wiedergeborene Rohfütterer, und zweitens „Bones and Raw Foods“, Knochen und rohes Futter. Bei uns in Deutschland steht es aber für „Biologisches, artgerechtes, rohes Futter“.

Und wie sieht so ein „biologisch artgerechtes, rohes Futter“ aus?

Man denkt da ja gleich an Frischfleisch. Ja, im Grunde stimmt das: Bei einem Hund sollte die Mahlzeit ein ausgewogenes Verhältnis aus Muskelfleisch und Innereien haben. Die Faustregel: 20–30 % Muskelfleisch mit ein wenig Fett, 20–30 % Pansen, Blättermagen oder Gemüse, 10– 5 % Innereien und 20–25 % fleischhaltige Knochen und Knorpel. Bei der Katze sollten es 50–60 % Muskelfleisch, 20–25 % Innereien, 15–20 % fleischhaltige Knochen und Knorpel und ca. 5 % Gemüse sein.

Und wie sieht so ein „biologisch artgerechtes, rohes Futter“ aus?

Man denkt da ja gleich an Frischfleisch. Ja, im Grunde stimmt das: Bei einem Hund sollte die Mahlzeit ein ausgewogenes Verhältnis aus Muskelfleisch und Innereien haben. Die Faustregel: 20–30 % Muskelfleisch mit ein wenig Fett, 20–30 % Pansen, Blättermagen oder Gemüse, 10– 5 % Innereien und 20–25 % fleischhaltige Knochen und Knorpel. Bei der Katze sollten es 50–60 % Muskelfleisch, 20–25 % Innereien, 15–20 % fleischhaltige Knochen und Knorpel und ca. 5 % Gemüse sein.

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Das klingt nicht sehr appetitlich. Und vor allem nach sehr viel Arbeit.

Überhaupt nicht! Es gibt mittlerweile fertige B.A.R.F.-Gerichte, die man nur noch auftauen muss! Das Einzige, was man zusätzlich hinzufügen sollte, sind ein Mineralpulver und ein wenig Lachsöl, um Mangelerscheinungen vorzubeugen. Und einmal am Tag eine Portion Hundefutter aufzutauen ist ja nun wirklich nicht viel Arbeit.

Nur eine Mahlzeit?

Ja, bei einem ausgewachsenen, normal aktiven Hund reicht es, wenn er einmal am Tag gefüttert wird – und zwar mit etwa 2–3 % seines Körpergewichts in Gramm. Bei Katzen sollte es allerdings zwei bis drei Mahlzeiten geben.

Merken Sie bei Ihren Katzen Kuba und Issy eine Veränderung, seitdem Sie vor drei Monaten auf B.A.R.F. umgestiegen sind?

Sie haben eine bessere Muskulatur, starke Bänder und Sehnen und vor allem ein schönes, gesundes, glänzendes Fell. Wenn Tiere falsch ernährt werden, sieht man das oft am Fell, es wird matt und spröde. Auch der Kot ist ein deutliches Zeichen – der Absatz ist nämlich viel geringer, wenn Tiere artgerecht ernährt werden. Sie können dann so gut wie alles verwerten.

tierleben-barfKönnen Sie Ihre Erfahrung mit B.A.R.F. bei Knauber einbringen?

Klar! Aber wir lassen uns natürlich auch von verschiedenen Firmen beraten, um immer auf dem neuesten Stand zu sein, und nehmen auch Kundenanregungen sehr ernst. Unser Anspruch ist es, nur nachhaltige Produkte anzubieten, die vor allem artgerecht sind. Und das gilt nicht nur für Futter.