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Blühender Kult: Hortensien

Für die einen ist es eine „Omapflanze“, für die anderen blühender Kult. Der Klassiker kam vor 200 Jahren von China und Japan nach Europa. Hortense Barré, die Geliebte des französischen Botanikers Philbert Commerson, gab den Hydrangeen im 18. Jahrhundert ihren volkstümlichen Namen. Über 200 Hortensiensorten gibt es, doch nur 50 von ihnen werden als Mini- bis Kübelpflanze angeboten.

Sie alle schätzen im Sommer einen geschützten Ort im Freien. Ob drinnen wie draußen: Einen hellen Standort ohne intensives, direktes Sonnenlicht und viel (kalkfreies) Wasser – so mag es die Hortensie. Wenn trotz regelmäßigem Gießen die Blütenknospen und Blätter „vertrocknen“, wurde mit zu hartem Wasser gegossen. Um der Hortensie genügend Zeit für die Bildung der Blütenknospen für das kommende Jahres zu geben, sollte sie direkt nach der Blüte stark zurückgeschnitten werden. Ab Ende August weniger gießen und nicht mehr düngen.

Hortensien müssen, wie alle laubabwerfenden Gehölze, „hungrig“ in die Winterruhe gehen. Da die Blütenknospen der Hydrangeen sehr frostempfindlich sind, macht es Sinn, sie möglichst nicht im Freien zu überwintern. Besser wäre (für mindestens 42 Tage) eine dunkle, frostfreie Garage oder ein kühler Keller. Nur warm darf es nicht sein. Hortensien brauchen, wenn sie noch einmal blühen sollen, einen frostfreien zwei bis drei Grad „warmen“ Kältereiz. Erst wenn es draußen heller wird, können die drei bis fünf-triebigen Pflanzen heller stehen, um auszutreiben.

hydrangeaHortensien blau machen

Der Blaue-Blüten-Reiz – Die Natur kennt keine blaublütigen Hortensien. Doch es gibt einen kleinen Trick, um sie „blau“ zu machen. Rosafarbene oder rote Sorten werden mit Aluminiumsulfat-Lösung gegossen – das färbt die Blüten blau.

Eine Blütensaison lang kann man sich an dieser Farbenpracht erfreuen. Im Laufe der folgenden Jahre zeigen die Hortensien dann nach und nach wieder ihr wahres Gesicht. Um das Königsblau länger leuchten zu lassen, sollte man seine Hortensien in ein saures Substrat (pH-Wert 4 bis 4,5) topfen, oder einen gärtnerischen Geheimtrick anwenden. Einen gefüllten Teelöffel Aluminiumsulfat oder Kalialaun (erhältlich in Apotheken) in einem Liter auflösen und während der Austreibphase drei- bis viermal gießen.