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Erdgas-Nutzer aufgepasst: Gas-Versorgung wird umgestellt

Im Mai 2015 fiel der Startschuss für eines der größten Infrastruktur-Projekte der deutschen Erdgasversorgung. Seit diesem Zeitpunkt wird in deutschen Haushalten vom sogenannten L-Gas auf H-Gas umgestellt. „L-Gas“ ist dabei die Abkürzung für „Low calorific gas“ – Gas mit niedrigem Brennwert. „H-Gas“ steht hingegen für „High calorific gas“ – Gas mit hohem Brennwert.

Die beiden Gasarten unterscheiden sich vor allem im Hinblick auf ihre Qualität. H-Gas besitzt einen höheren Methangehalt, was dazu führt, dass bei seiner Verbrennung mehr Energie freigesetzt wird. Zusammengefasst kann man sagen, dass die Haushalte auf einen Energieträger mit höherem Brennwert und besserer Qualität umgestellt werden.

Verbraucher, die bislang noch L-Gas beziehen, müssen jedoch keine Sorge haben, dass Sie zu anderen Preisen als H-Gas Kunden abgerechnet werden. Denn ausschlaggebend für die Endabrechnung ist letztlich der Energiegehalt. L-Gas-Kunden bekommen dementsprechend einfach bei gleichem Preis ein höheres Volumen zugeliefert, um diesen Wert zu erreichen.

Warum muss überhaupt umgestellt werden?

Bislang bezogen einige deutsche Haushalte das L-Gas aus Quellen in Deutschland und den Niederlanden. Da diese Quellen aber nach und nach versiegen, ist eine Umstellung auf H-Gas langfristig unumgänglich geworden. H-Gas stammt in der Regel aus Norwegen, Russland und Großbritannien – das Vorkommen des Brennstoffs ist deutlich größer.

Wen betrifft die Umstellung?

Ein Großteil der deutschen Haushalte bezieht bereits seit Jahrzehnten das höherwertige H-Gas. Die meisten Haushalte, die heute noch L-Gas nutzen, finden sich in Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Bremen. Bis 2030 sollen schließlich alle Haushalte umgestellt werden.

Was passiert bei der Umstellung?

Erdgas dient innerhalb des Haushalts verschiedensten Verwendungszwecken. Beispielsweise nutzen Familien den fossilen Brennstoff, um zu heizen, warmes Wasser zu erzeugen oder zu kochen. Der jeweilige Gas-Typ und das entsprechende Endgerät sind dabei optimal aufeinander abgestimmt. Damit die Haushaltsgeräte auch weiterhin einwandfrei funktionieren, muss vorab geprüft werden, ob für die Umstellung auf H-Gas auch am Gerät Veränderungen vorgenommen werden müssen.

Diese Vorabprüfung und die eventuell erforderlichen Anpassungen übernimmt der lokale Netzbetreiber – für Sie entstehen in der Regel keine Kosten. Lediglich in Einzelfällen, wenn beispielsweise ein kompletter Heizkörper zugunsten eines effizienteren Modells ausgetauscht werden muss, kann es sein, dass Sie selbst investieren müssen. Durch die langfristigen Einsparungen, die Sie aufgrund der Modernisierung der Anlage erzielen können, würde sich jedoch eine solche Anschaffung schnell bezahlt machen.

Wann ist es soweit?

Die Gasumstellung betrifft etwa 30 Prozent aller in Deutschland mit Erdgas betriebenen Endgeräte. Ab 2019 werden jährlich bis zu 500.000 Heizgeräte auf H-Gas umgestellt, insgesamt betrifft es mehr als fünf Millionen Geräte. Ob und wann Sie von der Umstellung betroffen sind, kann Ihnen ihr regionaler Netzbetreiber sagen. Weitere Infos finden Sie auch auf der Seite der Bundesnetzagentur >>>