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Erhaltungskalkung oder Gesundkalkung

Kaum zu glauben: In einer Handvoll intakten Gartenbodens gibt es weitaus mehr Lebewesen als Menschen auf dem Globus. Ohne diese aktiven Mikroorganismen wäre längst jedes Leben auf der Erde an Nährstoffmangel eingegangen.

Alle organische Stoffe werden im ständigen Prozess so zerlegt, dass sie als Nährstoffe den Pflanzen wieder zur Verfügung stehen.

Allzu oft „bekämpfen“ wir unüberlegt den grundlegenden Lebensraum der vielen Milliarden Bodenverbesserer. Dazu gehören auch Ameisen, Wühlmäuse, Insektenlarven, Käfer, Regenwürmer und, und, und. Auch sie tragen zur Auflockerung und Durchlüftung des Gartenbodens bei. In schlecht „klimatisierten“ Böden verfault die Biomasse; Giftstoffe werden frei, und die Erde versauert.

Nicht nur Freizeitgärtner sind gut beraten, gezielt Bodenlebewesen zu unterstützen. Beispielsweise durch schonende Bodenbearbeitung und – wo es nötig ist – durch Erhaltungs- oder Gesundkalkung.

Die richtige Kalkversorgung des Bodens beeinflusst auch die Ertragsleistung der eigenen Scholle positiv.

Wer richtig kalkt, sorgt für die notwendige Regulierung des Säurehaushaltes, indem der sogenannte pH-Wert des Gartenbodens angehoben wird. Besonders bei sauren (pH 5) oder stark sauren (pH 4) Böden kann es bei den meisten Gartenpflanzen Stress geben, weil die wichtigsten Nährstoffe nicht mehr verfügbar sind. Das ist der Grund, warum Kalk ausgebracht wird, um den Säuregrad des Bodens zu regulieren und das Erdleben zu verbessern. Ein Boden, der atmet, macht Pflanzennährstoffe verfügbarer und bildet auch ausreichend Humus und hier und da wird durch gezielte Kalkung auch die oft unerwünschte Algen- und Moosbildung reduziert.

Man unterscheidet zwischen der Erhaltungs- und der Gesundkalkung.

Die Erhaltungskalkung im Frühjahr kann auch ohne Bodenprobe alle drei Jahre erfolgen, um einer Versauerung nicht nur bei Obst-, Gemüse-, Zierpflanzen und Rasenflächen im Garten vorzubeugen. Erst nach einem sogenannten „Calcitest“ sollte man (bei Kalkmangel) beispielsweise mit AZ-Kalk (100g/m2) durch Einarbeitung in die oberste Bodenkrume für gesunderes Wachstum sorgen.

Die herbstliche Gesundkalkung sollte nach einer gründlicheren Bodenuntersuchung am besten in drei aufeinanderfolgenden Jahren mit zirka 25 – 50 kg auf 100 qm/Jahr erfolgen.

Und nicht vergessen: Die Kalkmenge ist nur abhängig vorn pH-Wert und der Bodenstruktur – alles andere zählt nicht.

Die Auswahl an Kalk ist groß. Am besten lassen Sie sich von unseren Fachberatern in den Freizeitmärkten bei der Suche nach dem richtig Produkt für Ihren Bedarf helfen.

 

 


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