Frohe Ostern – wie kam der Hase zum Ei?

Was hat Ostern mit Eiern zu tun? Nun, das Ei und der Hase galten schon seit Urzeiten als Symbole der Fruchtbarkeit und des Frühlings. Gefärbte Eier kannten bereits die alten Chinesen, die Ägypter und auch die Perser, deren Neujahrsfest im Frühling das „Fest des roten Eies“ genannt wird. Später wurde das Ei als Element in das christliche Osterfest übernommen.

Es gibt aber auch eine ganz praktische Deutung, warum zu Ostern Ei Hochsaison hat: Nach den Fastenregeln war der Verzehr von Eiern in der Karwoche untersagt. Die Hennen allerdings wussten nichts von diesem Verbot und legten munter weiter. Am Ostermorgen – die Karwoche war zu Ende – wurden diese Eier gegessen; längeres Lagern hätte sie verdorben. Es kam der Brauch auf, die gesammelten „Karwochen-Eier“ zu bemalen und weihen zu lassen, damit sie sich von gewöhnlichen Eiern unterscheiden.

Wie kam der Hase zum Ei?

Als Meister Lampe noch nicht so selten war wie heute, kamen die Langohren im Frühjahr zur Futtersuche in die Dörfer und Gärten. Auf Grund des ungewöhnlichen Verhaltens, sich in Menschennähe aufzuhalten, wurde ihnen das Ablegen der besonderen Eier angedichtet. Auch die Terminierung des Osterfestes lässt eine Verbindung zum Hasen zu. Ostern wird am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes gefeiert, und der Hase gilt als Mondtier.

Die Ostertermine für die nächsten 5 Jahre finden Sie hier:

  • Ostersonntag 2017: Sonntag, 16. April 2017
  • Ostersonntag 2018: Sonntag, 01. April 2018
  • Ostersonntag 2019: Sonntag, 21. April 2019
  • Ostersonntag 2020: Sonntag, 12. April 2020
  • Ostersonntag 2021: Sonntag, 04. April 2021

 

Ostereier aus Gold und Juwelen

Damit ein simples Hühnerei zum Osterei wird, muss es nicht nur vom Osterhasen gebracht werden, sondern auch gefärbt oder bemalt sein. Aus dem Brauch des Eierfärbens entwickelte sich mit der Zeit eine regelrechte Kunst. Batikeier aus Rumänien, Kratzeier aus Polen,  Metallapplikationen aus Ungarn, Holzeier mit religiösen Motiven in der Art der Ikonenmalerei aus Russland. Porzellaneier aus Limoges in Frankreich, Emaileier aus Österreich und England, Glaseier aus Murano und Alabastaeier aus St. Gimigniano in Italien sowie geschnitzte Eier aus China zeigen die Vielfalt und die Verbreitung der Verziertechniken. Die kostbarsten „Ostereier“ fertigte im 18. Jahrhundert der französische Goldschmied Fabergé für die Zaren Alexander III. und Nikolaus II. Diese überaus wertvollen Kleinodien wurden aus Gold, Silber, Email und Juwelen hergestellt.

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