Frühlingsstimmung im Garten

Die Ersten beiden Monate des Jahres gehören in unseren Breitengraden zu den kältesten. Doch langsam beendet die Natur ihren Winterschlaf.

Der Frühling hält Einzug im Garten

Auch bei uns hat der Frühling schon Einzug gehalten – mit Anemonen, Tulpen, Hyazinthen und Narzissen, den vielen Kleinen wie Tausendschön, Scilla, Perlhyazinthen oder Stiefmütterchen sowie vorgetriebenen zarten Blütenzweigen. Unter-Glas-Kulturen und Importe aus aller Welt machen es möglich, dass der bunte, dufte Lenz lange vor dem offiziellen Frühlingsanfang Farbe zeigt. Leuchtendes Gelb, sanftes Rosé, träumerisches Blau, warmes Apricot, samtiges Creme oder zartes Violett gepaart mit aromatischen Düften sind gerade dann natürliche Muntermacher, wenn die Quecksilbersäule des Thermometers nicht so richtig steigen will.

Zwiebelblüher treiben aus und blühen

Kälte im Garten sorgt dafür, dass Zwiebelblüher austreiben und blühen. Durch gärtnerisch gesteuerte Kühle und Wärme gelingt es dem heimischen Gartenbau, Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Schneeglöckchen und Co. bereits im Winter anbieten zu können. Frühlingsblüher im Topf können trotz der verfrühten Blütezeit, etwa ab März auf Balkonen, Terrassen und Gärten in Kübeln, Schalen, Kästen oder Beeten weiter wachsen. Im kommenden Jahr blühen die meisten Zwiebel- und Knollengewächse wieder – dann allerdings zu ihrer „normalen“ Vegetationszeit im Freien.

Frühlingsstimmung mit Klassikern

Für Frühlingsstimmung sorgen auch Klassiker wie Stiefmütterchen, deren ausdrucksstarke Blüten und Farbenvielfalt beeindrucken. Schon ein kurzer Blick auf die bunte Blütenpracht lässt an laue Frühlingslüfte denken. Oder die romantischen unter den Frühlingsblühern, die ihre eigene Sprache sprechen. Das blaue oder jungfräulich weiße Myosotis sagt: „Vergiss mich nicht“. Ranunkeln laden zu einem zärtlichen Tete-á-Tete ein. Und die zarten Bellis, verraten „Ich bin ganz verliebt in dich“.

Sprachlos ist man schnell, wenn sich die jährlich beginnende Natur nicht kalendarisch verhält. Es gibt Gründe dafür, dass sich Frühlingsblüher jetzt schon zeigen wollen. Ein Grund dafür könnte ein zu früh gewählter Pflanzzeitpunkt im vergangenen Jahr sein. Ein weiterer Grund liegt in der Natur der Zwiebel- und der Knollenblüher selbst. Feuchte Herbsttage regen zum Wachsen an. Dann werden nicht nur die ersten Wurzeln gebildet, sondern auch ein zartes Grün schiebt sich vorsichtig aus dem Boden. Wenn frostige Zeiten angesagt sind, beschützen einige Fichtenzweige den zart sprießenden Frühling vor zu starker Verdunstung und Verbrennung durch die lang ersehnte Sonne.