Gartenkalender Juni

Der Sommer naht. Die Arbeit der letzten Monate fängt buchstäblich an Früchte zu tragen. Das Leben verlagert sich mehr und mehr nach draußen: Der Aufenthalt unter Sonnenschirm und auf Ihrer Lieblings-Gartenliege könnte kaum schöner sein. Eine stilvolle Gartenbeleuchtung macht nun milde Abende und Grillpartys noch schöner. Aber trotz aller Entspannung darf man auch die Arbeiten im Garten nicht vollständig ruhen lassen.

Gründüngung für Übergangszeiten

Wer dem Boden auch zwischen den einzelnen Bewirtschaftungsphasen etwas Gutes tun möchte, der kann in freie Bereiche Gründüngung einsähen. Das sind sehr schnell wachsende Pflanzenarten, beispielsweise Senf. Diese vermindern das Wachsen von lästigem Unkraut und halten den Boden lebendig. Manche der breitwürfig eingesäten Pflanzen für die Gründüngung können durch lange Wurzeln auch zur Bodenauflockerung genutzt werden und bekämpfen zudem schädliche Fadenwürmer im Boden.

  • Tipp: Sie können die Pflanzen vor der Samenbildung abmähen und in den Boden einarbeiten. Die im Herbst gesäten nicht winterharten Sorten lassen Sie einfach abfrieren und arbeiten sie  im Frühjahr in den Boden ein. Mehr Informationen zu den einzelnen Gründüngungsarten ihre spezifischen Eigenschaften erfahren Sie bei unseren Fachkräften in den Filialen.

Neues aus dem Naschgarten

Erdbeeren dürfen im Garten natürlich nicht fehlen.  Einer der größten Vorteile der vielseitig verwendbaren Früchte im eigenen Garten ist, dass man sie bis zur vollen Reife an der Pflanze belassen kann. Denn dann ist das Geschmackserlebnis am höchsten. Da der Transportweg von der Pflanze im Garten bis zum Endverbraucher geringer nicht sein könnte, haben Gärtner die beneidenswerte Möglichkeit, die empfindlichen vollreifen Früchte zu ernten und das perfekt ausgereifte Erdbeer-Aroma zu genießen. Das Ernte-Ergebnis kann man sich direkt auf der Zunge zergehen lassen oder auch für köstliche Süßspeisen oder Marmelade weiterverarbeiten.

Tipp: Für das Aufbewahren von Erdbeeren empfiehlt es sich, die sensiblen Früchte lediglich am Stiel zu fassen und ohne Druckstellen zu verwahren.

Saftige und wohlschmeckende Äpfel brauchen genügend Sonnenlicht. Daher kommt es vor, dass die Früchte aus der inneren Baumkrone deutlich weniger Aroma haben als ihre äußeren Geschwister. Sie können diesem Effekt entgegenwirken, indem Sie die Blätter auslichten und so reichliche Lichtversorgung für alle Äpfel schaffen.

  • Tipp: Zu dieser Zeit sind die Äste noch geschmeidig, so dass Sie die Lichtschlucker einfach abreißen können. Das ist vorteilhafter als das Abschneiden der Äste, da man so auch schlafende Knospen direkt mit entfernt. Außerdem sollten die entstandenen Wunden beim warmen Juniwetter schnell und ohne Probleme heilen.

Blüten fördern

Langsam werden die späten Frühlingsblüher vergehen und bei Ziersträuchern sollten Sie zu diesem Zeitpunkt die Bildung von Samen verhindern, indem Sie die Samenstände komplett entfernen. Denn so können die Gehölze im nächsten Jahr wieder eine üppige Blütenpracht hervorbringen (das gilt insbesondere für Rhododendron).

Für Kletterrosen empfiehlt sich zu dieser Zeit des Jahres ein Volldünger, um die Blütenbildung voranzutreiben. Dazu sollten neue langgewachsene Triebe an das Rankgitter gebunden werden, damit die Kletterpflanzen auch in Form bleiben.

Generell gilt: Um eine fortlaufende Blütenbildung zu erreichen, müssen Sie verblühte Stände abschneiden.

Die Hochsaison für Gartenliebhaber ist in vollem Gange und besonders sonnige Nachmittage und laue Abende mit gegrillten Köstlichkeiten machen Terrasse und Garten in den folgenden Monaten zum Draußen-Wohnzimmer für die ganze Familie.