Gartenteich selbst anlegen

Wer träumt nicht davon, auf der heimischen Terrasse zu sitzen, auf den eigenen Gartenteich zu schauen und beim Beobachten der vielfältigen Natur- und Pflanzenwelt zu entspannen, einfach mal abzuschalten? Einen Gartenteich selber zu bauen ist einfacher als man glaubt, wenn Sie sich an einige Vorgaben halten.

Ort der Entpannung

Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bereits bei der Planung achten sollten, damit Sie sich für viele Jahre an Ihrer „Oase der Ruhe“ entspannen können. Egal, ob Sie einen naturbelassenen, einen modernen oder auch einen asiatischen Teich anlegen möchten: Wir bieten Ihnen in unseren Filialen alle Möglichkeiten Ihren Teich mit Pflanzen, Fischen und weiteren Accessoires genau so anzulegen, wie Sie ihn haben möchten.

Wir begleiten Sie – von der Planung bis zur Durchführung.

Hier erhalten Sie die „Schritt-für-Schritt“-Anleitung als pdf zum download.

Die Planung

Der beste Standort ist halbschattig, mit vier bis sechs Stunden Sonne pro Tag. Wichtig sind auch die Fläche (mindestens 5 m²) und genügend Abstand zu Bäumen und Sträuchern, damit im Herbst nicht zuviel Laub in den Teich fällt. Auch müssen Sie sich überlegen, ob Ihr Teich beleuchtet, oder ein Springbrunnen integriert werden soll.

Teich ausheben – aber richtig

Den Teichumriss markieren Sie sich vorher mit Sand oder dem Gartenschlauch. Mit dem Ausheben des Teiches beginnt man von außen nach innen. Ein Gartenteich ist immer in verschiedene Zonen unterteilt.

Die Sumpfzone: Wichtig ist, dass das Ufer flach abfällt (maximal 25 – 30 Grad), damit keine Tiere hineinfallen und Vögel dort noch trinken und baden können. Legen Sie die Sumpfzone mit ca. 10 cm Wassertiefe an, die Breite sollte maximal 30 cm betragen. Hierbei ist darauf zu achten, dass der Rand einheitlich hoch ist (Wasserwaage zur Überprüfung nutzen).

Die Flachwasserzone: In Richtung Teichmitte folgt die Flachwasserzone mit 20 – 60 cm Wassertiefe bei einer maximalen Breite von 30 – 50 cm. Dort werden die Wasserpflanzen z. B. kleine Seerosen angesiedelt.

Die Tiefwasserzone: Danach folgt die Tiefwasserzone mit einer Mindesttiefe von 80 – 150 cm. Dies hat zwei Gründe: Zum Einen soll sich der Teich im Sommer nicht so schnell aufheizen und zum Anderen im Winter nicht komplett zufrieren. Die Fische ziehen sich im Sommer und im Winter auf den Grund des Teiches zurück um zu überleben.

Wenn Sie die Grube ausgehoben haben Entfernen Sie die spitzen Steine und Wurzeln, damit Ihre Teichfolie nicht beschädigt wird und geben Sie zum Schutz eine Schicht Sand in die Grube. Damit Sie wissen, wie viel Teichfolie und Teichvlies Sie benötigen, wenden Sie einfach die folgende Formel an:

Länge: Teichlänge + doppelte Teichtiefe + 60 cm Randzugabe
Breite: Teichbreite + doppelte Teichtiefe + 60 cm Randzugabe

 

Vlies und Folie auslegen

Nachdem Sie den Teich ausgehoben haben (1), legen Sie das Teichvlies in die Mulde (2). Dies dient zum Schutz gegen Durchwurzelung und das Durchdringen von Steinen.

 

Als nächstes folgt das Auslegen der Teichfolie: Damit die Folie keinen Spannungen ausgesetzt wird, vermeiden sie schon beim Einlegen das Entstehen von Hohlräumen. Bedenken Sie bitte, dass der Teichaußenfilter mit einem Schlauch in den Teich gelegt werden muss. Suchen Sie sich eine optimale Stelle aus, an der der Schlauch in einer Falte der Teichfolie eingelegt werden kann. Schneiden Sie die Folie mit einer Überlappung von ca. 30 cm ab und legen Sie den Teichaußenfilterschlauch an die vorgesehene Stelle.

Der überlappende Rand wird eingegraben und mit Kies bedeckt. Dadurch wird ein Nachrutschen in den Gartenteich verhindert. Um den Rand zu verdecken und ihn naturgetreu zu gestalten, können Sie auch Steinfolie benutzen.

 

Die Filteranlage

Eine Filteranlage ist unverzichtbar für einen Gartenteich. Sie reinigt den Teich, filtert unerwünschte Mineralien heraus, hemmt das Algenwachstum und sorgt für ein ausgeglichenes biologisches

Gleichgewicht. Welches Modell das Richtige für Sie ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z. B. Größe, Fisch- oder Pflanzenbesatz. In unseren Filialen stehen Ihnen unsere Fachberater zur Seite.

Tipp: Setzen Sie während des Füllens die Pflanzen in die Tiefwasserzone ein.

 

Die Befüllung

Füllen Sie den Boden Ihres Teiches mit Teichkies. Dieser ist nährstoffarm und hilft dabei, Algenwachstum zu vermeiden. Bevor Sie beginnen, den Teich mit Leitungswasser zu befüllen, schauen Sie vorher auf Ihre Wasseruhr. Für die Zugabe von Wasseraufbereitern sollten Sie nämlich wissen, wie viel Wasser sich in Ihrem Teich befindet. Füllen Sie den Teich langsam und zunächst nur bis zur Hälfte mit Wasser, denn die Teichfolie muss sich unter dem Wasserdruck langsam an den Untergrund anpassen. Wenn dies der Fall ist, können Sie den Teich komplett füllen.

Die Bepflanzung

Für die ebenen Bereiche eignen sich Kokosmatten, die den Pflanzenwurzeln als Halt dienen. Für die steileren Bereiche verwenden Sie am besten Böschungstaschen. Damit die Pflanzen nach dem Einsetzen nicht wieder auftauchen, beschweren Sie diese mit Steinen.

Die anderen Pflanzen werden mittels Pflanzenkörben in die Flach- und Tiefenzone eingesetzt. Wenn Sie sich für einen Springbrunnen entschieden haben, achten sie bitte auf die richtige Platzwahl. Pflanzen, die mit Wasser besprüht werden, könnten im Sommer daraufhin verbrennen.

Dekoration? Fische?

Nachdem Ihr Teich jetzt fertig angelegt ist, können Sie den Randbereich individuell dekorieren. Wenn Sie Fische einsetzen wollen, warten Sie bitte mindestens 4 Wochen bis das Wasser sich stabilisiert hat. Lassen Sie das Wasser doch direkt bei uns kontrollieren! Bei der passenden Auswahl der Fische, von Goldfisch bis Koi, stehen Ihnen unsere Berater in den Freizeitmärkten gerne zur Verfügung.

Ihre Checkliste zum Teichbau:

  • Harke
  • Bandmaß/Kordel
  • Schaufel
  • Wasserwaage
  • Teichfolie
  • Teichvlies
  • Steinfolie für den Bachlauf und Teichränder
  • Sand
  • Pflanzen
  • Pflanzkörbe
  • Pflanztaschen
  • Teichkiesel
  • Beleuchtung
  • Wasserspielpumpe
  • Filteranlage: bestehend aus Teichfilter, UVC-Vorklärer und Umwälzpumpe

 

 


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