Grill-Lexikon A bis E

Das Grill-Lexikon

Gut Grillen ist nicht nur ein Genuß – sondern auch ganz einfach. Zumindest, wenn man die richtigen Tricks kennt und das richtige Werkzeug zur Hand hat. Hier kommen die wichtigsten Tipps und Tricks für gelungenes Grillen von A wie Anzündkamin bis E wie Elektrogrill:

Anzündkamin

Ein Anzündkamin ist die eleganteste – und sicherste – Methode, einen Kohlegrill anzufeuern. Er besteht zwar im Prinzip nur aus einem Metallzylinder mit Griff, funktioniert aber so gut, dass Fans und Profis auf ihn schwören. Mit einem Grillanzündwürfel und  Kohle oder Briketts erhalten Sie nach 25-30 Minuten eine perfekte Glut, mit der Sie sofort losgrillen können.

So geht’s: Grillanzünder auf einen feuerfesten Untergrund legen, Anzündkamin darüber stellen, Kohlen oder Briketts einfüllen, Grillanzünder anzünden, etwa eine halbe Stunde warten und fertig ist die Glut.

So funktioniert’s: Im Kamin steigt die warme Luft nach oben, gleichzeitig wird kalte Luft von unten angesaugt. Die kalte Luft enthält reichlich Sauerstoff und ist ein wunderbarer Brandbeschleuniger.

Tipp: Kaufen Sie Qualitätsware – weil es im Anzündkamin mehrere hundert Grad heiß wird, ist die Materialbeanspruchung sehr hoch. Günstigere Produkte haben dadurch eine sehr überschaubare Lebenswartung.

Achtung: Der Anzündkamin wird sehr heiß – nie ohne Handschuhe anfassen!

Balkongrillen

Balkonien ist ein schönes Land – aber kein großes. Dementsprechend sollten Sie besondere Rücksicht auf Ihre Nachbarn nehmen. Und wer hier mit Feuer hantiert, muss besonders auf Sicherheit achten:

  • Stellen Sie sicher, dass keine brennbaren Gegenstände in der Nähe des Grills sind – etwa Balkonverkleidungen aus Kunststoff oder Schilfrohr. Im Luftraum über dem Grill ist mit Funkenflug zu rechnen. Hier sollten besser keine Sonnenschirme, Girlanden, Wimpeln & Co sein.
  • Kinder sollten dem Grill keinesfalls zu nah kommen oder unbeaufsichtigt auf dem Balkon sein, solange der Grill heiß ist.

BBQ

Barbecue ist die amerikanische Art zu grillen. Dabei wird das Grillgut indirekt gegart – also nicht direkt über glühenden Kohlen, sondern im heißen Rauch eines Holzfeuers. Dazu werden spezielle BBQ-Geräte benötigt, bei denen der Rauch in eine Garkammer geleitet wird. Diese Zubereitungsmethode liefert besonders zartes Fleisch mit dem typisch rauchigen Aroma.

Tipp: Wer keinen Smoker oder Grill mit Räucherkammer besitzt, aber seine Grillgerichte durch Holzrauch aromatisieren will, kann Räucherchips oder ein Räucherbrett einsetzen.

Beistelltisch

Beim Stichwort „wichtiges Grillzubehör“ denken die meisten sicher nicht an Beistelltische – dementsprechend oft fehlen sie auf Grillpartys. Dabei sind sie ebenso wichtig wie praktisch, weil gerade kleine Grills oft keine oder zu wenig Abstellflächen haben. Und dann landen sehr schnell Grillwurst, Getränk, Gewürze oder Grillzange am Boden.

Tipp: Besonders gut geeignet sind kleinere Campingtische, die sich nach Gebrauch platzsparend zusammenklappen lassen. Achten Sie bei diesen Tischen aber besonders auf einen sicheren Stand.

Briketts

Briketts bestehen meist aus gepresstem Holzkohlestaub und haben deshalb eine sehr hohe Energiedichte. In der Praxis heißt das: Sie brauchen etwas länger, bis sie brennen – aber dann hören sie auch so schnell nicht mehr damit auf:

  • Briketts: Brenndauer je nach Qualität zwischen 1 und 4 Stunden, Anheizen ca. 40 min.
  • Holzkohle: Brenndauer 1 Stunde, Anheizen ca. 25 min.

Wer keine Lust hat, länger auf eine gute Glut zu warten, der greift am besten zum Anzündkamin. Der macht den Briketts Beine, die Anheizzeit reduziert sich auf ca. 25 Minuten. Alternativ können Sie auch Holzkohle und Briketts mischen.
Fazit: Briketts sind ideal für alle, die etwas mehr am Grill vorhaben – seien es nun große Fleischstücke oder große Gästemengen.

Tipp: Noch sind sie ein Geheimtipp: Briketts aus Olivenkernen. Sie verursachen kaum Funkenflug (Balkongrillen) und brennen sehr ausdauernd. Gut fürs Gewissen sind sie als hundertprozentiges Recyclingprodukt auch  – die Olivenkerne fallen ohnehin bei der Olivenölherstellung an. Vom NABU Deutschland empfohlen!

Einlegen

Geflügel wird auf dem Grill gerne zum Gummiadler, also trocken und zäh. Dagegen hilft ein ganz einfacher Trick – nämlich das Hähnchen vor dem Grillen einzulegen, damit es sich schön mit Flüssigkeit vollsaugen kann. Dazu brauchen Sie lediglich Wasser, Zucker und Salz. Für jeden Liter Wasser fügen Sie je rund 250 Gramm Salz und Zucker hinzu und verrühren alles gründlich. Dann lassen Sie das Ganze im Kühlschrank ziehen: Für jedes Kilo Fleisch etwa 2 Stunden, aber nicht länger als 8 Stunden.

Natürlich sind Ihrer kulinarischen Fantasie keine Grenzen gesetzt – die Lösung lässt sich beliebig mit Gewürzen, Gemüse und vielen andern Zutaten verfeinern.

Tipp: Bei großem Geflügel und kleinem Kühlschrank hilft eine Marinierspritze weiter.

Einweggrill

Wie der Name schon sagt ist hier das Motto: „Ein (mal grillen und dann) weg.“ Das ist natürlich bequem, aber nicht besonders umweltfreundlich. Einweggrills bestehen meist aus einer Aluschale mit Holzkohle und Grillanzündern, über die ein Drahtgitter als Rost gespannt ist. Die Grillergebnisse können sich natürlich mit einem ausgewachsenen Grill nicht messen; mehr als ein paar schnelle Würstchen sollten Sie sich besser nicht vornehmen.

Tipp: Mit einem kleinen Kohlegrill zum Mitnehmen bekommen Sie viel bessere Grillergebnisse und belasten die Umwelt weniger. Schauen Sie sich doch mal in unseren Filialen um – es gibt clevere Modelle mit passender Tragetasche, die Sie problemlos überallhin mitnehmen können!

Elektrogrill

Besitzer eines Elektrogrills treffen oft auf eine gewisse Skepsis im Bekanntenkreis – für viele gehört zum Grillerlebnis einfach die rauchende Glut des Holzkohlegrills oder wenigstens die offene Flamme des Gasgrills dazu. Dabei hat ein Elektrogrill einige handfeste praktische Vorteile:

  • Wenig Rauch – das freut die Nachbarn – und ist bei manchen Mietverträgen auch die einzig erlaubte Grillmethode.
  • Keine aufwändige Vorbereitung – Sie können auch ohne Kohle, Grillanzünder und so weiter spontan loslegen.
  • Keine Wetterabhängigkeit – Elektrogrills können mit problemlos auch im Haus verwendet werden, wenn der Deckel beim Grillen geschlossen wird.

Tipp: Schauen Sie doch mal in unseren Ratgeber Grilltypen – dort finden Sie einen Vergleich der Vor- und Nachteile von Kohle-, Gas- und Elektrogrills.

 

 


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