Grill-Lexikon H bis R

Hier kommen die wichtigsten Tipps und Tricks für’s gelungene Grillen von H wie Handschuhe bis R wie Reservegasflasche:

Handschuhe

Wo Feuer ist, wird’s heiß – und gerade am heißen Grill und Anzündkaminen haben sich schon viele Grillfreunde die Hände verbrannt. Wenigstens in kritischen Momenten sollte man zu Handschuhen greifen. Achten Sie dabei besonders darauf, dass Sie hitzebeständige Modelle wählen.

Holzkohlegrill

Der Kohlegrill ist der absolute Klassiker unter den Grills, dementsprechend hoch ist sein Kultfaktor. Da stört es Fans auch nicht, dass er eine ganze Weile braucht, um in Gang zu kommen, dann ordentlich qualmt und hinterher gereinigt werden will. Passionierte Kohlegriller verweisen zwar auf rationale Vorteile wie den niedrigeren Anschaffungspreis oder das niedrigere Gewicht. Entscheidend ist meist aber wohl eher das besondere Flair brutzelnden Fleisches über glühenden Kohlen. Zudem schwören seine Fans, dass nur der Kohlegrill den besonderen, rauchigen Geschmack des Grillguts liefert – also das klassische Grillaroma.

Tipp: Stellen Sie Ihren Kohlegrill möglichst windgeschützt auf, damit der Wind keine Asche auf das Grillgut wehen kann!

Indirektes Grillen

Beim indirekten Grillen liegt das Grillgut nicht direkt über der Glut oder Flamme. Es wird stattdessen in einem geschlossenen Grill gegart, der aufgeheizt wird. Dabei wird die Hitzeabstrahlung vom geschlossenen Grill reflektiert – daher die Bezeichnung indirektes Grillen. Die heiße Luft umströmt dann das Grillgut und gart es gleichmäßig und schonend wie in einem Umluftofen. Da beim indirekten Grillen mit mittleren Temperaturen gearbeitet wird, dauert es länger, bis das Grillgut fertig ist – dafür ist es aber auch deutlich zarter und saftiger. Häufig werden Kugelgrills zum indirekten Grillen verwendet.

Kohlenzange

Ohne Kohlenzange ist es ausgesprochen schwer – und bisweilen schmerzhaft – Briketts gezielt zu positionieren, die Glut aufzulockern oder zu bündeln. Eine gute Kohlenzange sollte möglichst lang sein und einen isolierten Griff haben, um Ihre Hände zu schonen.

Tipp: Nützliches Zubehör wie Grillzangen und Co. sind im Set meist günstiger als einzeln – und ein tolles Geschenk für alle Grillfreunde!

Kräuter

Frischer geht’s nicht: Mit Kräutern aus dem eigenen Garten – oder von der Fensterbank – schmeckt das Selbstgegrillte gleich noch besser. Hier sind die wichtigsten Kandidaten nach Einsatzgebiet:

  • Schwein: Basilikum, Majoran, Oregano, Petersilie, Salbei, Thymian
  • Rind: Basilikum, Estragon, Majoran, Oregano, Petersilie, Schnittlauch, Thymian
  • Lamm: Oregano, Salbei, Thymian
  • Geflügel: Estragon, Petersilie, Salbei, Tyhmian
  • Fisch: Dill, Estragon, Petersilie, Schnittlauch

Diese Kräuter können Sie alle problemlos im Garten, auf dem Balkon oder auch auf der Fensterbank ziehen. Da die meisten Kräuter aus dem Süden kommen, machen Sie mit einem sonnigen Standort in der Regel nichts falsch. Insbesondere Schnittlauch und Knoblauch sind ausgesprochen anspruchslos – wo die nicht wachsen, wächst gar nichts. Bei Fragen berät Sie das Experten-Team in unseren Filialen jederzeit gern!

Tipp: Mit Rosmarin und Knoblauch liegen Sie nie falsch – diese Kräuter passen zu allem!

Kugelgrill

Der Kugelgrill verdankt seine Form dem Beruf seines Erfinders: Der arbeitete in einem Betrieb, der Bojen herstellte. Der Konstrukteur ärgerte sich darüber, dass in konventionellen Grills Fett in die Glut tropfte, in Flammen aufging und das Grillgut ankokelte. Daraufhin erfand er den Kugelgrill, mit dem indirekt gegrillt werden kann. Dabei wird unter das Grillgut eine Tropfschale gestellt, die herabtropfendes Fett auffängt. Die Glut liegt neben der Tropfschale. Sobald der Deckel geschlossen wird, funktioniert der Kugelgrill dann wie ein Umluftofen. Natürlich kann man mit einem Kugelgrill auch direkt grillen – einfach den Deckel offen lassen und die Kohle direkt unter den Rost legen.

Marinierspritze

Großes Geflügel ist nicht ganz einfach einzulegen – selbst wenn Sie einen hinreichend großen Kühlschrank haben. Eine Marinierspritze ist dann der bessere Weg, um das Grillgut vor dem Austrocknen auf dem Grill zu bewahren.

Tipp: Versuchen Sie besser nicht, die Marinade mit einer normalen Spritze aus der Apotheke in Ihr Grillgut zu bekommen. Das geht im Wortsinne nach hinten los, weil diese Spritzen den entstehenden Druck nicht aushalten.

Nachbarn

Der rauchende Grill im Garten oder auf dem Balkon wird Ihren Nachbarn nicht immer genauso viel Freude machen wie Ihnen selbst. Insbesondere beim Balkongrillen ist Rücksichtnahme angebracht – und gesetzlich vorgeschrieben: Wenn Rauch in die Wohnung der Nachbarn zieht, kann das laut dem OLG Düsseldorf einen Verstoß gegen den Immissionsschutz darstellen, der als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße geahndet wird.

So weit sollte es natürlich erst gar nicht kommen. Ärger mit Ihren Nachbarn können Sie am einfachsten vermeiden, indem Sie die Nachbarn wenigstens gelegentlich einladen – das schafft nicht nur mehr Verständnis, sondern führt oft auch zu einem besseren Kontakt!

Darüber hinaus hat Rücksicht noch nie geschadet – also am besten:

  • Das Grillen ankündigen, damit Fenster geschlossen und Wäsche gerettet werden kann.
  • Insbesondere auf Balkons ggf. auf Gas- oder Elektrogrills umsteigen.
  • Nach 22.00 Uhr drinnen weiterfeiern.

Ökogrillen

Wer mit richtig gutem Gewissen grillen will, kann mit ein paar ganz einfachen Maßnahmen der Umwelt eine Freude machen:

  • Rindfleisch und Grillkäse durch Schweinefleisch oder Huhn ersetzen – allein das spart laut TÜV Rheinland schon fast 20% aller CO2-Emissionen einer Grillparty ein!
  • Bio-Fleisch aus der Region vom Metzger holen statt Tiefkühlware aus dem Supermarkt – das schmeckt auch deutlich besser.
  • Briketts aus Olivenkernen verfeuern – ein hundertprozentiges Recyclingprodukt aus der Olivenölherstellung. Die brennen sehr gut, entwickeln kaum Funkenflug und werden vom NABU wärmstens empfohlen!
  • Grillanzünder aus wachsgetränkten Holzfasern verwenden – so ersparen Sie sich und Ihren Nachbarn auch unerwünschte Gerüche beim Anfeuern.
  • Auch zwischendurch nicht zum Einweggrill greifen. Kleine Kohlegrills in der Mitnehm-Tasche sind die bessere Wahl – fragen Sie einfach in unseren Filialen nach.

Tipp: Schauen Sie doch mal in unseren Ratgeber umweltfreundlich Grillen. Hier finden Sie noch mehr Tipps und Hintergrundinformationen.

Räucherbrett

Ein Räucherbrett besteht aus besonders aromatischen Holzsorten und sorgt beim indirekten Grillen für das besondere geschmackliche etwas – nämlich ein feines Räucheraroma. Vorab muss das Brett in Wasser eingelegt werden, sonst geht es auf dem Grill in Flammen auf. Während des Grillens liegen die Speisen auf dem Brett. Das Grillgut nimmt dann die Flüssigkeit samt Aroma aus dem Brett auf – so bleibt alles schön saftig, trocknet nicht aus und bekommt den besonderen Barbecue-Geschmack.

Tipp: Servieren Sie die Speisen direkt auf dem Räucherbrett – da diese Garmethode hierzulande noch nicht so bekannt ist, haben Ihre Gerichte dann gleich einen richtig guten Auftritt!

Räucherchips

Grillen ist Geschmackssache – will heißen, vom Grill schmeckt’s immer noch am besten. Aber wie aber bekommen Sie mit einem normalen Grill das typische Barbecue-Aroma hin? Ganz einfach: mit Räucherchips.

Das sind kleine Stückchen besonders aromatischer Hölzer wie Pekan, Apfel, Nuss oder auch Mesquite. Die geben Sie beim Kohlegrill einfach direkt auf die Kohle, beim Gasgrill in die Räuchervorrichtung.

Vorab müssen die Chips in Wasser eingelegt werden – so verbrennen Sie langsam, geben reichlich Rauch ab und sorgen so für das besondere Aroma. Voraussetzung ist natürlich, dass der Rauch sich nicht sofort verziehen kann. Sie sollten also auf jeden Fall indirekt Grillen oder zumindest den Deckel Ihres Grills schließen.

Reservegasflasche

Wie lange eine Gasflasche noch reicht, ist oft schwer einzuschätzen – und nichts ist schlimmer, als ein Grill, der mitten in der Grillparty ausfällt. Halten Sie deshalb möglichst eine Gasflasche in Reserve, um sich nicht zwischen lauwarmen Würstchen und hungrigen Gästen wiederzufinden.

 

 


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