Kleine Kürbiskunde

Egal ob zum Kochen, Backen oder Basteln: Kürbisse sind ein wahres Multitalent unter den Gemüsen! Insgesamt sind uns etwa 800 verschiedene Sorten bekannt.

Kürbisse sind sehr frostempfindlich und benötigen intensive Sonneneinstrahlung. Daher ist der optimale Pflanzzeitpunkt im Frühjahr nach den Eisheiligen. Bereit für die Ernte sind sie in der Regel und je nach Sorte zwischen August und Oktober. Durch das Geräusch beim Draufklopfen erkennen Sie den Reifegrad – klingt er hohl, kann er geerntet werden.

Auch wenn die Blüten und Blätter verarbeitet werden können, verwendet man meist nur das Fruchtfleisch und die Kerne – meistens für Gerichte, Kürbisöl oder Halloween-Laternen. Kürbiskerne sind zudem ein beliebter Snack zum Knabbern.

Gerichte, die man aus Kürbissen zaubern kann sind ebenso vielseitig wie die Anzahl der Kürbissorten. So eignen sie sich nicht nur für Suppen, Aufläufe oder Risottos – auch außergewöhmliche Kreationen wie zum Beispiel unsere Kürbisbrownies sind eine leckere Alternative. In den USA, dem Ursprungsland von Kürbissen, steht zu Thanksgiving auch gerne ein traditioneller Pumpkin Pie auf dem Tisch.

Nicht zuletzt sei erwähnt, dass der Kürbis ein wahres Nährstoffwunder ist und viele essentielle Inhaltsstoffe enthält. Mit Inhaltsstoffen wie Kalzium, Kalium, Zink und Vitamin A, C, D und E, kann man ihn schon als Superfood bezeichnen, das neben einem köstlichen Geschmack viele Vorteile für die Gesundheit liefert.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen die wichtigsten und bekanntesten Sorten und was es bei ihnen zu beachten gibt:

Hokkaido-Kürbis

Dieser Kürbis ist einer der wohl bekanntesten und beliebtesten zum Kochen. Er wiegt etwa ein bis zwei Kilogramm, wobei das Fruchtfleisch nur etwa 3 cm breit ist. Richtig gegart kann seine dünne Schale auch mitverzehrt werden. Das Fruchtfleisch hat ein nussiges Aroma und ist sehr faserarm und eignet sich daher für eine Vielzahl an Gerichten. Möchte man den Hokkaido-Kürbis selber anbauen, sollte man ihn zunächst ins Gewächshaus oder auf die Fensterbank stellen, um ihn vor unerwartetem Frost zu schützen.

Butternut

Der Butternut- oder auch Butternusskürbis wiegt im Durchschnitt 0,7 – 2,5 kg. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er eine sehr dünne Schale und wenig Kerne hat, wodurch diese Art aus viel Fruchtfleisch besteht. Da er auch ohne Probleme roh genießbar ist, ist es nicht zwanghaft notwendig, den Kürbis zu kochen oder zu backen. Er ist hierzulande allerdings schwerer zu züchten als der Hokkaido-Kürbis, da er nur im warmen Klima heranwächst.

Jack be Little

Jack be Little gehört mit seinen gerademal 150 – 300 g zu den Minikürbissen. Aufgrund seines Erscheinungsbilds wird er auch oft als Mandarinenkürbis bezeichnet. Seine Größe macht ihn in der Küche besonders beliebt, da er einfach zu verarbeiten ist und sich durch seine Optik toll anrichten lässt. Er weist einen süßlichen Geschmack auf und auch seine Schale ist genießbar.

Stripetti- und Spaghettikürbis

Diese Kürbissorten wiegen im Durchschnitt 1,5 bis 3 Kilogramm und unterscheiden sich eigentlich nur in ihrer Farbe: Während der Spaghettikürbis hellgelb ist, weist der Stripetti ein grünes Streifenmuster auf. Das Fruchtfleisch zerfällt nach dem Backen oder Kochen in spaghettiartige Fasern und hat ein nussähnliches Aroma. Durch die Faserstruktur wird der Spaghettikürbis gerne als Alternative zu Pasta verwendet und kann wie gewohnt mit Nudelsoße serviert werden.

Muskatkürbis

Muskatkürbisse gehören zu den Größten ihrer Art. Sie können bis zu 40 kg wiegen und werden deswegen oft bereits geschnitten in kleineren Stücken verkauft. Seinen Namen trägt er dank seines würzigen Aromas. Anders als bei anderen Kürbissorten wird der Muskatkürbis gerne geerntet, bevor er vollkommen gereift ist, da ihm vor der Reife ein besserer Geschmack nachgesagt wird. Außerdem hat er kaum Kerne und seine Schale ist relativ weich, wodurch man ihn leichter verarbeiten kann.

Halloween-Kürbis

Den typischen Halloween-Kürbis kennt jeder: groß, orange, rund und die perfekte Vorlage für das Schnitzen gruseliger Grimassen. Für die Bilderbuch-Kürbislaterne eignen sich besonders die Arten Rocket, Aspen und Early Harvest. Aber es muss ja nicht immer groß sein: Auch kleine Kürbisse wie Baby Bear oder Baby Boo lassen sich mit Messern und Apfelausstechern super bearbeiten.
Kleiner Tipp: Bevor man das Teelicht in die Laterne stellt, kann man diese von innen noch ein wenig mit Haarspray einsprühen, damit der Kürbis länger hält.