Mit Bienen aufgewachsen – Unser Kollege Olaf Gabel erzählt…

Das Interesse an den kleinen, gelben Helferlein ist auch in unseren eigenen Reihen weit verbreitet. So betreut beispielsweise Olaf Gabel, Informatik-Kaufmann bei Knauber, in seiner Freizeit 20 Bienenvölker. Wie er dazu gekommen ist und was man beim Imkern beachten muss, lesen Sie im nachfolgenden Interview.

Herr Gabel, wie sind Sie Hobby-Imker geworden?

Ich bin schon mit Bienen aufgewachsen. Seitdem ich zwölf war, hatte mein Vater Bienen. Nicht, weil wir unbedingt selbst Honig produzieren wollten, sondern wegen der Bestäubungsleistung. Die Bienen sollten dafür sorgen, dass unsere Obstbäume genug Früchte tragen. Als ich älter wurde, ist das Interesse am Imkern etwas in den Hintergrund gerückt. Mit 20 habe ich mir dann gemeinsam mit meinem Schwiegervater wieder Bienenvölker angeschafft.

Wie viele Bienenvölker besitzen Sie?

Aktuell gehören meiner Familie und mir etwa 20 Völker.

Wo halten Sie die Tiere?

Wir haben einige Streuobstwiesen mit Apfelbäumen. Dort haben wir die Bienenstöcke aufgestellt. Die Bienen helfen uns jedes Jahr dabei, eine reiche Apfelernte zu erzielen. Auf diese Weise produzieren wir jedes Jahr über 1.000 Liter Apfelsaft aus rein biologischem Anbau. Uns ist es wichtig, dass bei der Produktion keine Pestizide zum Einsatz kommen.

Wie viel Honig fällt pro Jahr ab?

In einem guten Jahr sind es schon mal über 500 Kilogramm. Honig und Apfelsaft ist dabei für den Privatbedarf gedacht. Beides wird aber großzügig innerhalb des Freundeskreises und der Familie verteilt.

Warum interessieren Sie sich so für Bienen?

Ich finde es spannend, das Verhalten von Bienenvölkern sowie die Hierarchien und Strukturen innerhalb eines Bienenvolkes zu beobachten. Die einzelne Biene handelt nach wenigen, einfachen Regeln. Trotzdem bilden im Sommer bis zu 50.000 Bienen eine funktionierende Gemeinschaft. Da können Menschen einiges von den Bienen lernen.

Worauf muss ich achten, wenn ich Imker werden will?

Im Idealfall sollten Neueinsteiger zunächst einen erfahrenen Imker für ein Jahr begleiten, um alle Abläufe kennenzulernen und Sicherheit zu bekommen. Darüber hinaus ist es sinnvoll, einem regionalen Imkerverein beizutreten. Hier kann man sich mit anderen Imkern austauschen, Tipps bekommen und sich über aktuelle Entwicklungen und rechtliche Bestimmungen informieren. Bienenvölker müssen zudem beim zuständigen Kreisveterinäramt angemeldet werden.

Vielen Dank für das Interview, Herr Gabel!