Pflanzenschutz – Mit guten Mitteln gegen Unkraut

Tipps und Tricks zur umweltschonenden Unkrautbekämpfung – Unkraut vergeht nicht, sagt der Volksmund. Und so sprießen nach der Gartenarbeit schon bald wieder ungeliebte Gräser in Beeten oder auf Wegen und Terrassen. Hier stellen wir Ihnen einige wirksame Mittel zur Unkrautbekämpfung vor und geben Ihnen Tipps, worauf Sie besonders achten sollten.

Unkraut – richtiger als Wildkraut bezeichnet – ist ein Stück Natur und so wird es immer wieder seinen Weg in den Garten finden. Wenn Sie die vorgestellten Mittel jedoch regelmäßig anwenden, können Sie den Arbeitsaufwand der Wildkrautbekämpfung geringer halten.

Was hilft vorbeugend gegen Wildkräuter?

Vorsorge ist besser als Nachsorge. Das gilt auch für das Blumenbeet, denn mühseliges Unkrautjäten kann durch eine pflegeleichte Gartengestaltung auf ein Minimum reduziert werden.

plf6Bodendecker und hohe Bepflanzungsdichte: Gegen Unkraut ist doch ein Kraut gewachsen! Mit Bodendeckern oder einer generell hohen Bepflanzungsdichte beugen Sie Wildkrautwachstum vor. Denn durch das Anpflanzen von konkurrierenden Pflanzen wird der Lebensraum für sie deutlich kleiner; außerdem schützen die Wurzeln der Pflanzen den Boden vor Erosion.

plf5Rindenmulch: Eine Mulchschicht aus Rinde schützt den Boden vor direkten Umwelteinflüssen wie Sonne, Wind oder Regen. Das dämmt das Wachstum von Wildkräutern, hält Feuchtigkeit länger im Boden und schützt Pflanzen auch vor Kälte. Das Ausbringen von Mulch ist besonders in bestehenden Gärten oder auf Gräbern das Mittel der Wahl, weil das Material einfach um die Pflanzen herum gestreut werden kann. Wir empfehlen Ihnen eine zusätzliche Düngung.

Unkraut-Vlies: Wer einen Garten neu gestaltet, hat die Möglichkeit Unkraut-Vlies in den Beeten auszulegen. Das dichte Gewebe ist durchlässig für Wasser, aber es verhindert noch besser als natürliche Mulche, dass ungewünschte Pflanzen tiefere Wurzeln schlagen.

Mechanische Mittel gegen Wildkräuter

plf7Aus Umweltgesichtspunkten sind mechanische Mittel gegen das Wildkräuterwachstum am besten. Hierbei zahlt sich Gründlichkeit aus. Wer die Wurzel komplett entfernt, hat länger Freude am unkrautfreien Beet.

Gartenhacke und Unkrautstecher: Die Klassiker in der Bekämpfung von Wildkräutern eignen sich gut für den Einsatz in Beeten. Mit dem Unkrautstecher lassen sich Tiefwurzler wie z.B. Löwenzahn oder Ochsenzungen besonders gut entfernen. Für größere Flächen empfiehlt es sich, den Garten regelmäßig zu hacken. So lässt sich das Kraut leicht entfernen und hat keine Chance, sich auszubreiten. Außerdem lockert und belüftet diese Maßnahme den Boden, was zusätzlich gut für Ihre Pflanzen ist. Denn das Hacken verbessert den Wasserhaushalt in der oberen Erdschicht. Und so lautet die Gärtner-Regel: Einmal Hacken ersetzt zweimal Gießen.

Fugenkratzer und Fugenbürste: Auf gepflasterten Wegen oder Terrassen ist es oft schwierig, durch die Fugen wuchernde Pflanzen mit der Wurzel zu erwischen. Mit einem langen Stiel versehen, können Sie mit dem Fugenkratzer auch bequem im Stehen arbeiten. Die Fugenbürste aus Draht wirkt grober gegen großflächigeren Bewuchs.

Thermische Mittel gegen Wildkräuter

Ganz gezielt gegen unerwünschten Pflanzenwuchs auf Wegen und Terrassen wirken auch thermische Mittel. Durch Hitze wird dabei die Gewebestruktur von Pflanzen zerstört. Eine vorbeugende thermische Behandlung im Frühjahr verhindert die Entwicklung von Unkräutern zwischen den Fugen. Wiederholen Sie die Behandlung nach einigen Wochen, bleiben Terrasse oder Gehwege fast frei von wilden Gewächsen.

Flammgerät: Mit einer Flamme können sie dem Wildkraut gezielt zu Leibe rücken. Erzeugt wird die bis zu 1.000 °C heiße Flamme durch die Zufuhr von Gas aus einer kleinen Gasflasche. Die hohe Temperatur zerstört die Pflanzenzellen; so geht das Wildkraut in wenigen Tagen ein. Wichtig: Entfernen Sie vor der Behandlung trockenes Laub oder andere brennbare Materialien von der Fläche.

plf8Kochendes Wasser: Zur kurzfristigen thermischen Behandlung auf kleinen Flächen können Sie auch kochendes Wasser verwenden. Erhitzen Sie Wasser einfach im Wasserkocher und gießen es dann noch kochend auf die betroffenen Stellen. Wenn das Unkraut ausgetrocknet ist, können Sie es nach ein paar Tagen leicht abfegen.

plf1Alternativen zu Glyphosat

Aktuelle Studien zum Wirkstoff Glyphosat in Unkrautbekämpfungsmitteln weisen auf hohe Schäden für die Umwelt und auf hohe Risiken für die menschliche Gesundheit hin. Knauber sieht deshalb von einem Verkauf von glyphosathaltigen Produkten ab. Wir beraten Sie gerne zu guten Alternativen.

Chemische Mittel gegen Unkraut

plf3Zur Unkrautbekämpfung gibt es chemische Mittel, sogenannte Herbizide. Sie wirken entweder selektiv, also nur gegen bestimmte Pflanzen oder sind Breitbandherbizide, die viele Pflanzenarten bekämpfen. Der Einsatz chemischer Mittel gegen Wildkräuter ist umstritten, denn sie sind ein Risiko für unsere Ökosysteme und auch für den Menschen.

Entsprechend strenge Auflagen gibt es für die Anwendung von Herbiziden sowohl für Landwirte, als auch für Hobbygärtner.

plf4Deshalb sollten Sie sich vorher gut in Ihrer Knauber-Filiale informieren!

Anwendungsfehler können sowohl Folgen für die Umwelt und die menschliche Gesundheit haben, als auch Strafen von bis zu 50.000 Euro nach sich ziehen.

Bitte beachten Sie:

  • Lassen Sie sich von unserem Fachpersonal in den Knauber-Filialen beraten, welche Maßnahme für Ihren Garten am besten geeignet ist.
  • Halten Sie sich beim Einsatz chemischer Mittel genau an die Anwendungsbeschreibung und die angegebenen Schutzmaßnahmen.
  • Unkrautbekämpfungsmittel dürfen nicht in der Nähe von Gewässern oder auf versiegelten Flächen wie gepflasterten Wegen, Garagenauffahrten oder Terrassen verwendet werden. Die Gefahr, dass sie bei Regen abschwemmen und damit Gewässer belasten, ist zu groß. Deshalb dürfen chemische Mittel ausschließlich auf gärtnerisch, landwirtschaftlich oder forstwirtschaftlich genutzten Flächen angewendet werden.
  • Achten Sie auf die Wetterlage. Herbizide sollten nicht bei starkem Wind oder drohendem Regen ausgebracht werden.
  • Schützen Sie sich selbst durch geeignete Arbeitsschutzkleidung.
  • Informieren Sie Nutzer und Nachbarn der behandelten Fläche, besonders wenn sich Kinder oder Haustiere in diesem Bereich aufhalten.