Primeln – Farbtupfer im Frühjahr

Mit ihren zahlreichen Sorten und Farben sind Primeln im Frühjahr wunderschöne bunte Farbtupfer.

Schon ab Februar erscheinen ihre Blüten und sorgen für Frühlingslaune nach dem grauen Winter. Die Pflanzenpflege ist leicht und gelingt auch Anfängern. Bei den vielen unterschiedlichen Primelarten ist für jeden etwas dabei, egal ob für Garten, Balkon, Terrasse oder als Zimmerpflanze.

Bunte Vielfalt an Primelarten

Blumenliebhaber sind vor allem von der Vielfalt der Primel begeistert. Unterschiedliche Sorten bieten leuchtende oder dezente Farben in Rot, Orange, Gelb, Weiß oder Blau, zum Teil mit wunderschönen Farbverläufen. Auch die Blütenformen sind vielfältig. Zu den Primeln zählen die Schlüsselblumen mit ihren hängenden Köpfchen. Einige Arten wie die Kissenprimel oder Teppichprimel sind hübsche Bodendecker, die sich schnell ausbreiten. Im Frühling bilden sie auffällige, leuchtend pinkfarbige oder violette Flächen. Wer es farblich lieber dezenter mag, kann weiße bis zart-violette Kugelprimeln pflanzen. Etagenprimeln wachsen bis zu 50 Zentimeter in die Höhe. Die Aurikel mit ihren auffälligen, mehrfarbigen Blütenvarianten macht sich besonders gut im Steingarten.

Wer Kleinkinder oder Haustiere hat, der sollte die Becherprimel eher meiden. Sie ist die einzige gifitige Primel. Die Härchen auf ihren Blättern enthalten Gifte und können die Haut reizen. Alle anderen Arten sind jedoch ungiftig. Die Blüten einiger Primelarten dienen als essbare Dekoration und sorgen für bunte Farbkleckse auf Salaten oder Desserts. Die Schlüsselblume wird sogar als Heilpflanze genutzt.

Primeln richtig pflegen

Die Primel gehört wie die Tulpe und dem Krokus zu den klassischen Frühblühern. Im Frühling verschönert sie Beete, Steingärten oder den Balkon mit leuchtenden Farben.

Garten und Balkon

Die Pflanzenpflege ist bei Primeln relativ unkompliziert. Die Primel gedeiht am besten im Halbschatten oder an sonnigen Standorten. Man kann sie im Winter nach dem Ende der Frostperiode draußen einpflanzen. Im Frühjahr sollten die Primeln einmal gedüngt oder mit Kompost versorgt werden. Nicht vergessen: Kräftig gießen, um den Boden feucht zu halten. Blüht die Kissenprimel nicht mehr so üppig, einfach das Polster teilen und woanders einpflanzen. Dann erstrahlen sie im Frühjahr wieder in ihrer ganzen Farbenpracht. Bei allen Primeln sollte man welke Blüten regelmäßig entfernen, dann wachsen mehr neue Blüten nach.

Überwintern

Die meisten Primelarten sind winterhart. Oft werden Primeln aber einjährig kultiviert und jedes Jahr neu angepflanzt. Das ist aber gar nicht nötig, wenn man sie gegen starken Frost schützt. Meist reicht etwas Zeitungspapier, mit dem man sie umhüllt. Empfindliche Arten kann man über Winter ins Haus holen oder an einen geschützten Ort stellen, wo die Temperaturen nicht zu lange unter den Gefrierpunkt fallen.

Primeln als Zimmerpflanzen

Sie kennen Primeln nur als Garten- oder Balkonpflanzen? Dann wird Sie vielleicht überraschen, dass die hübschen Frühblüher auch wunderbar als Topfpflanze gedeihen. Sie bevorzugen einen hellen, kühlen Standort ohne pralle Sonne. Wichtig ist, dass man sie regelmäßig gießt und feucht hält, am besten mit weichem, abgestandenem Wasser oder Regenwasser. Nasse Füße mag die Primel jedoch nicht. Staunässe sollte also vermieden werden. Die Primel blüht am prächtigsten, wenn sie im späten Winter und Frühjahr für etwa vier bis sechs Wochen kühl gestellt wird (unterhalb von 10 Grad). Während der Blütezeit alle zwei Wochen düngen, dann blühen die Pflanzen üppig mit bunter Farbenpracht.