Aquarium einrichten

In wenigen Schritten zum farbenprächtigen Aquarium

Bei der Einrichtung des Aquariums sind ein paar Grundüberlegungen anzustellen.
Der richtige Standort für Ihr Aquarium liegt nicht in unmittelbarer Fensternähe, sondern etwa zwei bis drei Meter von diesem entfernt. So kann keine direkte Sonneneinstrahlung für Algenwachstum sorgen, da die Fische künstliche Beleuchtung haben ist der Tag- und Nachtrhythmus gegeben.

Wie viele Fische soll und kann ich in ein Aquarium geben? 

Es gibt einige Faustformeln. Eine lautet: Pro einem Liter Wasser sollte ein Zentimeter Fisch eingesetzt werden. Natürlich ist es wie bei jeder Regel dieser Art nur ein Anhaltspunkt, denn es kommt selbstverständlich ebenfalls darauf an, wie groß die Fische sind bzw. werden (können) und wie viele Arten Sie einsetzen wollen.

Für ein Aquarium mit den Maßen 80 x 35 x 40 können so ca.20 bis 25 Fische eingesetzt werden. Das Wasservolumen entspricht hierbei ungefähr 112 Liter brutto, netto sind es ca. 90 Liter. Gerade am Anfang ist es besser zum Beispiel bei einem 120 Liter-Becken nur eine Fischart pro Bereich zu nehmen.

Welche Fischarten nehme ich?

Als Bereich definiert man normalerweise drei verschiedene Zonen: die Bodenzone, die mittlere und die obere Zone. Die meisten Fischarten halten sich bevorzugt in nur einer dieser Zonen auf. Eine der beliebtesten Fischarten in unseren heimischen Aquarien ist der Guppy. Er ist äußerst lebhaft und gehört zur Gruppe der lebendgebärenden Fische.

Guppys findet man in der oberen Zone des Beckens. Praktisch genauso beliebt und oft vorkommend sind die sogenannten Neon-Fische, die zur Familie der Salmler gehören. Ihren Namen verdanken sie ihrer neonfarbigen Oberfläche, die Licht schillernd reflektiert. Die Neons sind Schwarmfische, das bedeutet sie sind als Gruppe im Aquarium unterwegs und besiedeln in der Regel die mittlere Zone. Andere Schwarmfische sind zum Beispiel die Barben, die ebenfalls die mittlere Beckenregion besiedeln.

Die untere Zone des Aquariums ist als Lebensraum gut geeignet für Welse, die man unter anderem als Putz-Fische bezeichnet. Sie ernähren sich von zu Boden gefallenen Futterresten, lieben Algen und reinigen die Utensilien und Fenster von unschönen Belägen.

So können Sie zum Beispiel als einen möglichen „Grundbesatz“ folgende Kombination wählen:
Fünf bis sechs Guppys, zehn Neons und für den Bodenbereich zwei bis drei Panzerwelse.

Dies kann jedoch nur ein Tipp und keine verbindliche Einkaufsliste sein. Sie selbst sollten sich mit Hilfe Ihres Fachberaters die richtigen Fische aussuchen, die Ihnen gefallen und die auch zueinander und zu Ihrem Becken bzw. der Anlage und ihren Wasserverhältnissen am besten passen.

Wie siedel ich die Fische ins Aquarium ein?

Wenn Sie Fische kaufen, erhalten Sie diese meistens in einem Plastikbeutel mit etwas „Orginalwasser“ ausgehändigt. Am besten transportieren Sie die Fische, gegen Temperaturschwankungen geschützt, zum Beispiel in einer Kühltasche.
Zuhause angekommen, legen Sie die ungeöffneten Beutel zuerst in das Aquarium, um die Temperatur vollständig anzugleichen. Sobald Sie der Meinung sind, die Temperatur ist die gleiche, öffnen Sie den Beutel und geben etwas Aquarium-Wasser in den Beutel. Lassen Sie die Fische erst nach einiger Zeit – ca. 15 bis 20 Minuten – in das eigentliche Aquarium gleiten.
Am ersten Tag empfehlen wir die Tiere nicht zu füttern; die neue Umgebung ist Stress genug. Ab dem zweiten Tag und einer entsprechenden Eingewöhnung kehren dann langsam Ruhe und Routine ein.