Kleine Wunderwelten: Das Nanoaquarium

Was versteht man denn unter dem Begriff „Nanoaquarium“? Vielleicht haben Sie diese Kleinstaquarien bereits schon einmal gesehen. Es gibt im gut sortierten Fachhandel die kleinsten Aquarien mit einer Wassermenge von gerade einmal vier bis fünf Litern.

Allerdings haben diese Aquarien mit Fischhaltung im eigentlichen Sinne nichts zu tun, sondern sind primär gedacht für die Pflege von Wasserpflanzen. Hinzu kommen Garnelen, Schnecken oder kleine Krebse. Bitte bedenken Sie, dass gerade diese Miniatur-Aquarien eine extrem genaue Kontrolle der Wasser-Parameter wie Salzgehalt, Nitritgehalt, Sauerstoffgehalt, pH-Wert und Temperatur verlangen und wirklich nur für erfahrenere Aquarianer zu empfehlen sind.

Inzwischen erfreut sich die Nano-Aquaristik einer zunehmenden Beliebtheit, da entsprechende Becken einen gewissen Lifestyle-Charakter besitzen. Sie können die Einrichtung der eigenen vier Wände durchaus mitprägen.

Geht es noch kleiner? Ja, logisch, werden Sie hören, es gibt die sogenannten Ecospheren. Darunter versteht man in sich geschlossene Systeme, zum Beispiel eine geschlossene Glaskugel, in die man vor dem permanenten Verschließen eine abgestorbene Koralle (als Dekoration) und eine äußerst genügsame Garnelenart, die „Halocaridina rubra“, eingebracht hat. Diese Garnelenart kann tatsächlich ohne weitere Fütterung bzw. Nahrungszugabe bis zu zwei Jahre überleben.

Allerdings sehen Sie, dass dies nicht unbedingt als artgerechte Haltung anzusehen ist, wenn Sie wissen, dass die Garnele „normalerweise“ eine 5- bis 10-mal so hohe Lebenserwartung (10 bis 20 Jahre) hat.

Die Ecospheren werden streng genommen auch gar nicht als Aquarium bezeichnet, da man nicht von außen eingreifen kann bzw. keine Korrekturen oder Pflegemaßnahmen durchgeführt werden können.