Alternative zum Fisch: Wirbellose

Ein Aquarium ohne Fische? Ja, das gibt es und die Haltung und Pflege der sogenannten „Wirbellosen“ findet immer mehr Fans unter den Aquarien-Freunden.
Der sogenannte „orangefarbene Zwergflusskrebs“ ist der populärste, der am häufigsten anzutreffende wirbellose Bewohner in den heimischen „Nicht-Fisch-Aquarien“.

Vorteil dieser sehr genügsamen Tierarten – neben den orangefarbenen findet man auch die gestreiften Zwergflusskrebse – ist die flexible Wahl des Aquariums bzw. seiner Größe. Vom Nanoaquarium – siehe Artikel: „Nanoaquarium“ bis zum „normalen“ Aquarium mit 120 und mehr Litern Fassungsvermögen kann alles verwendet werden.

Als sehr gute Mitbewohner eignen sich Zwerggarnelen. Beide Arten fühlen sich bei 15°C  bis 25°C Wassertemperatur wohl.

Sie können durchaus die meisten Wirbellosen mit Fischbewohnern in einem Becken kombinieren – bitte achten Sie darauf, dass die Größe einigermaßen übereinstimmt und dass Sie nicht zu viele Krebse einsetzen. Sonst besteht die Gefahr, dass sie sich gegenseitig dezimieren. Es kommt zum Kannibalismus. Als Empfehlung gilt: Lassen Sie nicht mehr als sechs Zwergkrebse in einem 60- bis 80-Liter-Becken zusammenleben.

Bei den Garnelenarten finden Sie sehr oft die kristallrote Zwerggarnele, die zu Recht Kristal-Rot oder  „Crystal Red“ heißt oder die schön gezeichnete Ringelhand-Garnele.  Besonders praktisch ist, dass Garnelen sich als Putzhilfe auf die frischen Algen stürzen und sie als Delikatesse verspeisen. Eine wahre „Algenvernichtungsmaschine“ ist die Amanogarnele.
Darf es etwas Exotischeres sein? Vielleicht der Mandarinenkrebs aus Florida, der problemlos in Aquarien gehalten werden kann, ca. sechs bis acht Zentimeter groß wird und durch seine leuchtend gelb-orange Farbe beeindruckt? Oder wie wäre es mit der roten Mangrovenkrabbe, die ursprünglich aus Asien stammt und drei bis vier Zentimeter klein wird?
Sie ist ein weiterer populärer Vertreter der Wirbellosen. Allerdings müssen Sie bei den „Krabblern“ sehr aufpassen, denn jede noch so kleine Fluchtgelegenheit wird genutzt. Halten Sie Becken also absolut dicht und „ausbruchfest“.
Populär sind auch die zwei Urzeitkrebsarten: Artemia und Triops, die zu den ältesten Tierarten dieser Erde zu zählen sind. Die Zucht dieser Urzeitkrebse ist nicht schwierig und findet so immer wieder unter den jüngsten zweibeinigen Familienmitgliedern neue Fans.