Wissenswertes rund um den Heckenschnitt

Die Hecke als Sicht- und Artenschutz

Hecken sind ein natürlicher Blickschutz und eine grüne Alternative zur Gartenbegrenzung. Das macht sie als Zaun-Ersatz sehr beliebt, aber eine gepflegte Hecke ist nicht nur schön, sondern bietet auch unseren tierischen Freunden Brutplätze und Schutz.
Gerade aus diesem Grund sollten Sie Ihre Hecke nicht wahllos stutzen und zurückschneiden. Ein gezielter Rückschnitt erhöht zusätzlich langfristig ihre Blickdichte und sorgt dafür, dass sie nicht zu hoch oder breit werden kann.

Wuchsgeschwindigkeit

Die Wuchsgeschwindigkeit Ihrer Hecke ist der wichtigste Faktor, wenn es darum geht, wie viele Rückschnitte im Jahr notwendig sind.
Liguster, Hainbuche und Kirschlorbeer sind zum Beispiel schnell wachsende Hecken. Hier müssen Sie etwa zweimal im Jahr zur Schere greifen, wenn eine klare Form der Hecke ersichtlich sein soll. Mittelschnell wachsende Sorten wie Thuja und Scheinzypresse müssen Sie in der Regel nur einmal pro Jahr schneiden. Hier kommt es auch darauf an, wie akkurat Ihre Gartenbegrenzung aussehen soll.
Zuletzt gibt es noch langsam wachsende Hecken-Sorten Eibe, Stechpalme und Berberitze. Bei diesen Sorten reicht ein Schnitt im Jahr völlig aus, nachdem diese die gewünschte Höhe erreicht haben.

Form

Die Form Ihrer Hecke ist natürlich Ihnen selbst überlassen. Trotzdem empfiehlt sich bei den meisten Hecken-Arten ein trapezförmiger Schnitt.
Dieser garantiert, dass auch der untere Bereich ausreichend mit Sonne und Luft versorgt wird.
Eine zwei Meter hohe Hecke sollte im unteren Bereich schon etwa 80 cm und im oberen 40 cm Breite aufweisen. Um die Höhe gleichmäßig zu schneiden, empfiehlt es sich, eine Schnur an zwei Pfosten nahe an die Hecke und in der gewünschten Schnitt-Höhe anzubringen. Eine gleichmäßige Verjüngung der Hecke ist für Laien schwierig zu schneiden.
Die beste Hilfe hierfür sind Holzlatten, die in der gewünschten Neigung in regelmäßigen Abstand an die Hecke gestellt werden. Vor dem Schneiden müssen Sie dann nur noch einmal kontrollieren, dass alle Latten im selben Winkel und gleichem Abstand stehen.

Einzig schattenverträgliche Arten wie Eibe oder Rot-Buche profitieren nicht von einem solchen Schnitt. Bei diesen Sorten kann auch ein Rechteckprofil geschnitten werden. Es ist empfehlenswert vor jedem Schnitt die Hecke auf Vogel-Nester abzusuchen und die Schnittform eventuell anzupassen.

Zeitpunkt

Der Zeitpunkt des Heckenschnitts
ist vor allem für die tierischen Freunde entscheidend. Wenn Sie nur einmal im Jahr schneiden müssen, ist Ende Juni der beste Zeitpunkt. Die Jungtiere der Vögel sind dann meist schon flügge und verlassen die Nester. Länger sollten Sie allerdings nicht warten, da dann die ersten Vogelarten ein zweites Mal brüten. Wenn Sie zweimal im Jahr schneiden wollen, sollten sie zusätzlich Ende Februar schneiden. Zu diesem Zeitpunkt ist es noch zu kalt zum Brüten. Die Zeiten für die Heckenschnitte sind sogar im Gesetz verankert. So kann es zu einem Bußgeld kommen, wenn Sie sich nicht an die oben genannten Termine halten.

Der Schnitt Ende Juni sollte lediglich ein Pflegeschnitt und kein Radikalschnitt sein.

Für die Hecke ist es außerdem gut, wenn Sie sie nicht bei strahlendem Sonnenschein und zu hohen Temperaturen die Hecke schneiden, da freigelegte Jungpflanzen sonst schnell verbrennen können.

Heckenbewohner

Die Vögel sind neben Insekten die größten Nutznießer Ihrer Hecke. Heimische Vogelarten sind aufgrund der Ausdünnung vieler Wälder auf Hecken und Bäume in Stadtgebieten angewiesen. Wenn Sie während Ihres Schneidens ein Nest mit Jungtieren freilegen, besteht die Gefahr, dass die Eltern es als zu gefährlich einschätzen, ihre Jungtiere fortan zu versorgen.
Trotzdem sollte man nach einem solchen Fund am besten die Arbeit sofort einstellen, so schnell wie möglich alles Menschliche aus der Nähe des Nestes entfernen und Nest und Jungtiere nicht berühren.
Mit etwas Glück kehren die Eltern dann zu dem Nest zurück.

Außerdem sorgt eine Ausdünnung der Zweige dafür, dass natürliche Fressfeinde wie das Eichhörnchen oder Hauskatzen leichter an die Küken der Vögel herankommen.
Wenn Sie allerdings die empfohlenen Schnitttermine einhalten, vorher die Hecke gründlich nach Nestern absuchen und den Schnitt eventuell anpassen, können sie ruhigen Gewissens Ihre Hecke in Form schneiden.

Das passende Handwerkszeug!

Sie suchen noch das passende Gerät oder möchten sich endlich ein Neues zulegen?
Kein Problem, denn bei Knauber bieten wir Ihnen eine breite Auswahl an Heckenscheren in verschiedensten Ausführungen an.
Elektrische und akkubetriebene, aber auch manuelle Heckenscheren und Freischneider finden Sie bei uns.
Unser Fachpersonal unterstützt Sie gerne bei der Auswahl und berät Sie welches Gerät sich für welche Hecke am besten eignet!

Neu im Sortiment ist außerdem eine große Produktpalette der Qualitätsmarke Stihl. Schauen Sie doch mal vorbei!

Tipp: Egal, ob mit einem Handgerät oder einer automatischen Heckenschere, wichtig ist das Gerät parallel zur Hecke zu halten, damit Sie nicht in den Pflanzenkörper hineinschneiden, sondern nur außen.