Die häufigsten Hundekrankheiten

Wenn Ihr Liebling sich nicht wohl fühlt und krank ist, leiden Sie mindestens so wie er – nicht umsonst heißt es im Volksmund „Du leidest wie Dein Hund“.

Vielen Krankheiten können Sie zum Glück sehr gut vorbeugen – entweder selbst oder mit Hilfe Ihres Tierarztes. Siehe auch Artikel: „Krankheitsvorbeugung“.

Im Folgenden möchten wir Ihnen eine kurze Übersicht geben zu den häufigsten Krankheiten, die bei unseren Hunden auftreten! Die Krankheiten und ihre Häufigkeit weichen in Bezug auf die tatsächliche Fallzahl voneinander ab. Je nachdem, ob man als Quelle tierärztliche Institutionen wählt oder zum Beispiel die Tierschutzvereine. Es handelt sich also nicht um einen „Wettbewerb“. Dies würde dem schwierigen Thema sowieso nicht gerecht werden! Deshalb hier die Reihenfolge von A wie Allergien bis Z wie Zecken oder Zahnstein.

Allergien

Wir Menschen entwickeln immer häufiger eine Allergie. Unser Körper reagiert allergisch auf Einflüsse von außen. Kein Wunder, dass dies ebenfalls bei unseren Haustieren – und selbstverständlich beim Hund – ein immer häufiger auftretendes Thema ist. Beispiele sind Hautallergien, Lebensmittelallergien und Kontaktallergien.

Bitte gehen Sie zu Ihrer  Tierärztin bzw. zu Ihrem Tierarzt, wenn Sie bemerken, dass sich Ihr Hund permanent kratzt. Er bzw. sie wird abklären, ob und welche Art von Allergie vorliegt oder ob es zum Beispiel eine andere Ursache für das Kratzen gibt. Stichwort: Flöhe, Milben etc. Meistens ist eine sehr zügige Therapie möglich, die eine rasche Besserung der Symptome bewirkt.

Dackellähme

Der Tierarzt versteht unter dem Begriff „Dackellähme“ Ausfall- bzw. Lähmungserscheinungen der Beine bzw. Extremitäten beim Hund. Der Fachbegriff lautet „Diskopathie“.

Ursache ist ein Bandscheibenvorfall. Schmerzen und Lähmungserscheinungen der Vorder- und/oder Hintergliedmaßen sind die Folge. Betroffen können alle Hunde sein, nicht nur Dackel bzw. Teckel, wie der umgangssprachliche Begriff vermuten lässt. Allerdings sind „lang gebaute“ und kurzbeinige Rassen besonders gefährdet. Bitte vermeiden Sie gerade bei diesen Hunden zu häufiges Treppengehen und permanentes Auf- und Abspringen.

Sie merken erste Anzeichen, wenn Ihr Hund sich schwer mit dem Laufen tut, er zum Beispiel eine Pfote über den Boden schleift oder die Hinterbeine einfach nachgeben. Bitte gehen Sie umgehend zum Tierarzt, um jede weitere Verdrehung der Wirbelsäule zu vermeiden!

Oftmals ist eine operative Versorgung bei schweren Lähmungserscheinungen notwendig, die mit entsprechender krankengymnastischer Nachsorge Erfolg bringt.

Diabetes mellitus

Diabetes mellitus, auch Zuckerkrankheit genannt, ist wie bei uns Menschen eine häufige Stoffwechselerkrankung bei Hunden.

Vor allem ältere Tiere sind betroffen. Diesen fehlt das Hormon Insulin, welches notwendig ist, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren.

Welche Anzeichen können Sie unter Umständen bemerken?  Ihr Hund säuft mehr Wasser als normal, sein Urin riecht „komisch, leicht süßlich“. Bitte gehen Sie im Verdachtsfall zum Tierarzt. Er kann Ihren Hund untersuchen und feststellen, ob und in welchem Schweregrad eine Diabetes vorliegt und wie sie behandelt werden kann. Spezielle Diätfuttermittel haben sich bewährt, ebenso wie das unter Umständen notwendige sogenannte „Einstellen“ durch regelmäßige Insulingabe.

Flöhe

Flohbisse verursachen einen deutlichen Juckreiz. Ihr Hund beißt sich selbst und kratzt sich – siehe oben.
Nicht nur das Jucken ist unangenehm, Flöhe können zudem Bandwürmer übertragen oder Ihr Hund entwickelt eine Allergie gegen den Speichel des Flohs.

Ihr Tierarzt kann Ihnen erfolgreiche Behandlungspräparate geben, die auch prophylaktisch, also vorbeugend, benutzt werden können und sollten.

Grauer Star

Es gibt den grauen Star auch beim Hund. Er kann angeboren sein oder sich im Alter entwickeln. Die Augenlinse verändert sich krankhaft, sie trübt sich ein und erscheint grau. Sie können dies gut sehen, da Sie ja täglich mit Ihrem Hund zusammen sind und als erste/r bemerken, wenn sich seine strahlenden Augen verändern. Ihr Hund sieht schlechter und kann im schlimmsten Fall ganz erblinden!
Der Graue Star ist behandelbar, zumindest kann seine Entwicklung gebremst oder – bestenfalls – gestoppt werden.

Hüftgelenk-Dysplasie

Unter einer Hüftgelenk-Dysplasie, auch HD genannt, versteht man eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks.
Der Oberschenkel hat einen sogenannten Kopf an seinem oberen Ende, welcher in die Hüftpfanne, das Hüftgelenk, eingesetzt ist. Wenn dieser Kopf des Oberschenkels nicht ausreichend tief in der Hüftpfanne sitzt, sprich er sitzt nur locker, kommt es zu einer Reibung bei entsprechender Bewegung.
Diese Reibung schmirgelt im wahrsten Sinne den Knorpel und den Knochen ab. Eine Arthrose, auch Gelenkverschleiß genannt, ist die Folge. Die Schmerzen werden immer stärker und Ihr Hund kann sich nicht mehr richtig bewegen.
Sie können erste Anzeichen sehen, wenn Ihr Hund zum Beispiel nur noch schwer die Treppen hinaufgeht, nicht mehr auf die Couch oder ins Auto springt.
Es gibt heute sehr vielversprechende Nahrungskomponenten, die – vorbeugend verabreicht – einen positiven Beitrag zur Gelenk-Fitness Ihres Hundes leisten können.

Ohrenentzündung

Hunde, die oft und gerne ins Wasser gehen, zum Beispiel Labradore oder Hunde mit großen, hängenden Ohren, leiden häufig unter Ohrenentzündungen.
Die feuchte Wärme, die sich in den Ohren und insbesondere im Gehörgang entwickelt, ist ein idealer „Nährboden“ für Parasiten, zum Beispiel Milben.
Sie merken, dass etwas nicht stimmt, wenn ihr Hund den Kopf schräg hält, sich häufig und intensiv schüttelt. Auch riecht das Ohr streng, Sie können evtl. dunkles und vermehrt vorkommendes Ohrenschmalz feststellen.
Ihr Tierarzt kann mit speziellen Tropfen und Reinigungspräparaten helfen und sie Ihnen zur Behandlung der Entzündung mitgeben.

Tumore

Hunde entwickeln leider ebenfalls Tumore. Speziell bei älteren Semestern kommen häufiger Gewebewucherungen oder Neubildungen vor.
Es muss sich nicht um einen bösartigen Krebs handeln, viele Tumore sind auch gutartig.
Hier ist Ihre Beobachtung  sehr wichtig, denn je früher ein Tumor erkannt und behandelt wird, umso wahrscheinlicher ist der Behandlungserfolg.

Würmer

Die berühmte Wurmkur, die Sie regelmäßig – mindestens zweimal im Jahr – machen sollten, gibt es nicht ohne Grund.

Würmer kommen häufig bis sehr häufig vor, zum Beispiel Bandwürmer, Rundwürmer und Herzwürmer.  Ein Wurmbefall ist nicht ganz unproblematisch, wenn auch selten lebensbedrohlich. Er kann zu Unterernährung oder Blutarmut führen und so das Allgemeinbefinden Ihres Hundes relativ stark beeinträchtigen.

Zahnstein

Über 80% aller Hunde, die älter als drei Jahre sind, haben ungesunde Zähne! Zahnstein hat die gleichen Folgen wie bei uns Menschen. Es kann zu Zahnfleischentzündung und Zahnausfall kommen. Die Tiere werden „ruhiger“, sie haben schlichtweg Schmerzen. Ein Phänomen, das wir Menschen ebenfalls kennen. Denken Sie nur an eigene Zahnschmerzen, so Sie diese schon einmal erleiden mussten.

Sie können vorbeugen durch tägliche Zahnpflege und das Abreiben der Zähne. Mit Hilfe einer Zahnbürste oder einem entsprechenden Pflegesnack. Der Tierarzt muss Ihren Hund in der Regel in Narkose legen, um den Zahnstein per Ultraschall entfernen zu können. Mit Ihrer Hilfe kann Ihr Hund dies vermeiden.

Zecken

Zecken sind für den Hund nicht ganz so gefährlich wie für uns Menschen, trotzdem entfernen Sie den lästigen Mitbewohner möglichst schnell, wenn ihr Hund gebissen wurde. Hautirritationen und Entzündungen könnten die Folge sein.