Sind Katzen schwer erziehbar?

Sie haben gehört, dass sich nur Hunde erziehen lassen und Katzen komplett ignorant sind, was Erziehungsversuche angeht? – Nein, dem ist nicht so. Katzen kann man erziehen!

Katzen sind intelligente und äußerst sensible Tiere. Selbst wenn Katzen als eigenwillige und sture Tiere gelten, so verfügen sie doch über einen hohen Grad an Sensibilität. Sie schätzen leise Töne, ein dezentes Verhalten und sind durchaus dazu in der Lage, Stimmungsschwankungen ihrer Bezugspersonen genau wahrzunehmen. Stubentiger verstehen die kleinsten Signale und merken durchaus, wann uns ihr Verhalten widerstrebt.

Wie gehen Sie nun am besten vor?

Sprechen Sie Ihre Katze immer wieder mit ihrem Namen an. Ihre Katze wird lernen, dass sie gemeint ist und darauf reagieren. Sprechen Sie ruhig und freundlich mit Ihrer Katze, werden Sie nicht laut, schreien Sie nie mit Ihrer Katze. Lob ist die beste Motivation. Sind Sie konsequent, wenn Ihre Katze etwas nicht tun soll, sprechen Sie sie bestimmt an.

Warum müssen Sie Ihre Katze überhaupt erziehen?

Zum Beispiel, damit Ihre Katze ihr „Geschäft“ in der Katzentoilette verrichtet. Setzen Sie Ihre Katze in die Toilette, loben Sie sie, wenn es klappt. Schimpfen Sie aber nicht, wenn es am Anfang einmal nicht einwandfrei funktioniert. Positive Bestätigung ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Erziehung.

Katzen schärfen sich ihre Krallen. Dafür brauchen sie „bekratzbares“ Material. Zum Schutz Ihrer Möbel müssen Sie Ihrer Katze einerseits einen Kratzbaum anbieten und zum anderen das Bearbeiten Ihrer Möbel verbieten.
Wenn Ihre Katze ins Freie darf, haben Sie vielleicht eine sogenannte Katzenklappe installiert, die Ihrer Katze eine eigene Tür in die Natur öffnet. Der Umgang mit der Katzenklappe muss ebenfalls erlernt werden.

Es gibt einfache, mechanische Modelle, aber ebenso elektronisch gesicherte. Bei diesen trägt Ihre Katze einen kleinen Chip am Halsband, der nur ihr und keiner anderen die Tür öffnet. Oder aber Sie können die Uhrzeit vorgeben, wann Ihre Katze nach draußen darf bzw. wann die Tür verschlossen bleibt.

Wichtig ist bei der Erziehung nicht zuletzt, Ihre Katze zu schützen und sie von Gefahrenstellen fernzuhalten. Herdplatten sind für neugierige Spürnasen nicht nur äußerst anziehend, sondern genauso gefährlich. Verbieten Sie daher Ihrer Katze dringend, auf die Arbeitsplatte zu springen. Gekippte Fenster sind ebenfalls eine „verbotene Zone“. Sie sind äußerst gefährlich für Katzen, da sie hängenbleiben können.

Wie können Sie Ihrer Katze deutlich machen, dass Sie einen Fehler begangen hat bzw. etwas Verbotenes getan hat? Es gibt verschiedene Möglichkeiten: In die Hände klatschen funktioniert sehr gut, ebenso ein deutliches Nein, für andere funktioniert die Wasserpistole prima, mit der die Katze durch ein klein wenig Wasser „genervt“ wird.

Aromaöle sind gut geeignet, um „katzenfreie“ Zonen zu bestimmen, da Katzen sehr sensibel auf bestimmte Düfte reagieren und einen Bogen um entsprechende „Duftgebiete“ machen.