Katzenkrankheiten

Wenn es Katze nicht gut geht…

Ihrer Katze geht es nicht gut? Sie ist ruhiger als gewohnt? Sie frisst nicht oder nur sehr zögerlich? Verkriecht sie sich und springt nicht mehr auf ihr geliebtes Fensterbrett oder einen anderen „Ausguck“?

Tja, dann kann es durchaus sein, dass sie vielleicht krank ist. Vielen Krankheiten kann man zum Glück sehr gut vorbeugen (siehe Artikel: „Krankheitsvorbeugung“/ Link) – entweder Sie selbst oder mit Hilfe Ihres Tierarztes.

Im Folgenden wollen wir Ihnen eine kurze Übersicht geben zu den häufigsten Krankheiten, die bei unseren Hauskatzen berichtet werden. Wichtig ist uns darauf hinzuweisen, dass dies nicht als „Hitliste“ zu verstehen ist. Zumal es keine definitiven Zahlen in Bezug auf die tatsächliche Fallzahl gibt. Aussagen darüber schwanken – je nachdem, ob man als Quelle die tierärztliche Betrachtung wählt oder zum Beispiel die Tierschutzvereine.

Deshalb hier die Reihenfolge von A wie Allergien bis Z wie Zahnstein:

Allergien

Wir Menschen entwickeln immer häufiger eine Allergie, unser Körper reagiert allergisch auf Einflüsse von außen. Kein Wunder, dass dies bei unseren Haustieren und selbstverständlich ebenso bei der Katze ein immer häufiger auftretendes Thema ist. Beispiele sind Hautallergien, Lebensmittel-Allergien und Kontaktallergien.

Bitte gehen Sie zu Ihrem Tierarzt, wenn Sie bemerken, dass sich Ihre Katze permanent kratzt. Er wird daraufhin abklären, ob und welche Art von Allergie vorliegt oder ob es zum Beispiel eine andere Ursache für das Kratzen gibt. Stichwort: Flöhe, Milben etc. Meistens ist eine sehr zügige Therapie möglich, die eine rasche Besserung der Symptome bewirkt.

Tumore – Krebs

Auch Katzen entwickeln leider Tumore. Speziell bei älteren Semestern kommen häufiger Gewebewucherungen oder Neubildungen vor. Es muss sich nicht um einen bösartigen Krebs handeln, viele Tumore sind gutartig.

Hier ist Ihre Beobachtung ebenfalls sehr wichtig, denn je früher ein Tumor erkannt und behandelt wird, umso wahrscheinlicher ist der Behandlungserfolg.

Alterskrankheiten

Mit zunehmendem Alter erhöht sich die Zahl der Katzen, die nicht mehr so gut sehen und/ oder hören. Solange dies nur eine unwesentliche Einschränkung für Ihre Katze darstellt, ist das alles nicht so schlimm. Falls Sie jedoch eine sehr schnelle Entwicklung beobachten oder die Probleme quasi über Nacht eingetreten sind, sollten Sie unverzüglich bei Ihrem Tierarzt/ Ihrer Tierärztin abklären lassen, ob eine behandelbare Infektion oder ein Unfall als Ursache in Frage kommen, deren Ursachen Sie etwas entgegensetzen können.

Diabetes mellitus

Diabetes mellitus, auch Zuckerkrankheit genannt, ist wie beim Menschen eine gar nicht so seltene Stoffwechselerkrankung bei unseren Katzen.
Vor allem ältere Tiere sind betroffen. Diesen betroffenen Tieren fehlt das Hormon Insulin, welches notwendig ist, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren.

Welche Zeichen können Sie unter Umständen bemerken? Ihre Katze säuft mehr Wasser als normal und der Urin riecht „komisch, leicht süßlich“. Bitte suchen Sie im Verdachtsfall Ihren Tierarzt auf. Spezielle Diätfuttermittel haben sich bewährt, ebenso wie das unter Umständen notwendige sogenannte „Einstellen“ durch regelmäßige Insulingabe.

Harnsteine

Grundsätzlich unterscheidet man hauptsächlich zwischen sogenannten Oxalat- und Struvit-Steinen. Diese beiden Sorten sind für die allermeisten harnsteinbedingten Probleme als Verursacher zu nennen. Die Katzen können nicht mehr oder nur noch unter Schmerzen Urin absetzen, dieser ist unter Umständen verfärbt und riecht „nicht normal“. Ihr Tierarzt muss kontaktiert werden, um eine Behandlung einzuleiten, da ansonsten die Nieren und weitere Organe geschädigt werden können.

Eine spezielle Diät hat sich in vielen Fällen als sehr hilfreich bewährt.

Gelenk-Probleme

Es ist kaum zu glauben, aber durchschnittlich leiden mehr Katzen unter Gelenkproblemen als Hunde! Mehr als 30% aller Katzen über einem Jahr und 90% aller Katzen über zwölf Jahre sind davon betroffen. Oft sehen und merken Sie als Besitzer es nur dadurch, dass sich Ihre Katze weniger gern und weniger agil bewegt. Nicht mehr so oft und hoch springt und mehr ruht.
Hervorragend  geeignet als Unterstützung zur potentiellen Reduzierung der Probleme sind spezielle Nahrungsergänzungsmittel bzw. Futtermischungen, die spezifische Schmerztherapien unterstützen bzw. sogar ersetzen können.
t“>

Vergiftung

Was tun bei einer Vergiftung? Hier heißt es: Ruhe bewahren und die Katze umgehend zum Tierarzt bringen.

Versuchen Sie nicht selbst, einen Brechreiz zu initiieren – der Schaden kann sehr viel größer sein als der vermeintliche Nutzen.

Zahnstein

Über 80% aller Katzen, die älter als drei Jahre sind, haben ungesunde Zähne! Zahnstein hat die gleichen Folgen wie bei uns Menschen. Es kann zu Zahnfleischentzündung und Zahnausfall kommen. Die Tiere werden „ruhiger“, sie haben schlichtweg Schmerzen – denken Sie nur an Ihre Zahnschmerzen.
Sie können vorbeugen durch tägliche Zahnpflege mit Hilfe von speziellem Futter oder einem entsprechenden Pflegesnack. Der Tierarzt muss Ihre Katze in Narkose legen, um den Zahnstein per Ultraschall entfernen zu können. Mit Ihrer Hilfe und dank der Vorsorge kann Ihrer Katze dies meist erspart bleiben.