Ratgeber für Kleintierpflege

Pflegemaßnahmen – Mongolische Wüstenrennmäuse

Als Haustier beliebt ist unter anderem die Mongolische Wüstenrennmaus. Sie gilt zwar teilweise als pflegeleichter Zeitgenosse, allerdings sind in der Pflege und Haltung zahlreiche Dinge zu beachten. Eine Einzelhaltung empfiehlt sich nicht, da die Tiere sehr gesellig sind. Sie sollten jedoch stets ein Auge auf Ihre Wüstenrennmäuse haben und beobachten, ob sich die Gruppenmitglieder miteinander verstehen oder ob es zu ernsthaften Auseinandersetzungen kommt.

Wüstenrennmäuse fressen spezielles Futter, wie Sie es in unserem Online-Angebot beziehen können. Gönnen Sie Ihren Lieblingen eine abwechslungsreiche Kost, die der natürlichen Ernährung mit Sämereien, Gräsern und Wurzeln möglichst nahe kommt. Etwa mit einer Kombination aus Körnerfutter, Frischfutter wie Gemüse (bei Obst ist Vorsicht geboten), Heu und Leckerlis. Reichen Sie darüber hinaus stets frisches Wasser.

Wichtig für eine möglichst artgerechte Haltung ist ein Gehege mit ausreichend Platz (etwa 100 mal 50 mal 50 Zentimeter). Es sollte aufgrund seines Aufbaus dem natürlichen Bewegungsdrang und Entdeckerinstinkt der Rennmäuse Rechnung tragen.

Als Einstreu eignen sich nur staubfreie Materialien, z.B. Presspack. Durch die Verwendung von Ästen in der Einstreu können die Tiere außerdem Gänge bauen. Zudem ist ein Sandbad notwendig, in dem die Wüstenrennmäuse unter anderem ihre Körpertemperatur regulieren.

Wie bei allen Heimtieren ist Sauberkeit das oberste Gebot: Bitte reinigen Sie den Käfig mit seinem gesamten Innenleben regelmäßig. Da die Tiere kaum Harn absetzen und der Kot sehr trocken ist, genügt es, die Einstreu einmal pro Woche zu wechseln. Natürlich gilt: Ein sauberer Käfig trägt entscheidend zur Gesunderhaltung Ihrer kleinen Fellträger bei. Entfernen Sie dementsprechend auch altes Frischfutter. Säubern Sie das Gehege und die darin enthaltenen Einrichtungsgegenstände mindestens alle zwei Wochen mit heißem Wasser und Essigreiniger. Die Gitterstäbe sind ebenfalls regelmäßig zu reinigen.

Einige Indikatoren deuten auf einen einwandfreien Gesundheitszustand bzw. Probleme Ihres Lieblings hin. Das Fell sollte stets glatt und nicht struppig sein, die Augen klar. Beobachten Sie außerdem das Wesen Ihrer tierischen Mitbewohner. Sind Sie so wie sonst, neugierig und aufgeweckt? Nehmen Sie ausreichend Futter zu sich? Wenn dies nicht der Fall ist und Ihnen das Verhalten merkwürdig vorkommt, sollten Sie den Tierarzt aufsuchen.

Pflegemaßnahmen – Kaninchen

So wie für uns Menschen gilt ebenso für unsere Heimtiere: Die gute Hygiene ist die Basis für ein gesundes und glückliches Leben. Dies trifft natürlich auch auf Kaninchen und ihr Zusammenleben mit den übrigen Familienmitgliedern zu.

Kaninchen sind reinliche Tiere. Sie richten sich eine Toilettenecke ein, in der sie ihren Kot und Urin absetzen. Besonders hilfreich ist es, wenn Sie Ihr Kaninchen an eine separate Toilette gewöhnen können, also eine extra Plastikwanne mit Einstreu.

Die Toilette – egal ob Käfigecke oder separate Einheit – ist täglich zu reinigen. Sie entfernen den Kot und die durch Urin feuchtgewordene Einstreu.

Den gesamten Käfig reinigen Sie normalerweise einmal in der Woche komplett. Das bedeutet: Die Einstreu wird entfernt und durch frisches Material ersetzt, die Bodenplatte oder Wanne wird mit heißem Wasser sowie etwas Essigreiniger ausgewaschen, ebenso wie die Einrichtungsgegenstände (etwa ein Häuschen).

Vergessen Sie bitte nicht die Trinkflasche täglich zu reinigen. Diese säubern Sie, indem Sie sie mit heißem Wasser ausspülen und Trinkrohr und Kogel gründlich reinigen. Füllen Sie anschließend frisches, kaltes Wasser wieder ein. So helfen Sie Bakterienwachstum zu vermeiden.

Frische Futterreste entfernen Sie bitte täglich. Außerdem sollte bei der Ernährung auf eine ausreichende Menge Heu geachtet werden. Kaninchen haben einen Stopfmagen. Aufgenommene Nahrung wird nicht „automatisch“ durch Muskelbewegungen in den Darm geleitet. Stattdessen sorgt die regelmäßige Aufnahme von Nahrung für eine Weiterleitung vom Magen in den Darmtrakt.

Als Einstreu eignen sich zum Beispiel Holzspäne. Verwenden Sie bitte keine parfümierten Produkte, da diese Atemwegsprobleme bei Ihrem kleinen Racker hervorrufen können.

Ungeeignet sind zudem Katzenstreu Produkte oder Holzpellets, da sie von Ihrem Hoppler gefressen werden können und im Magen aufquellen und so große Probleme verursachen können.

Pflegemaßnahmen – Meerschweinchen

Auch für Meerschweinchen gilt die Aussage, dass ein sauberes und reinliches Heim – ein Gehege oder Käfig – die Basis für ein gesundes Leben bedeutet und Sie hier einen wesentlichen Beitrag zur Gesunderhaltung Ihrer Lieblinge leisten können.

Meerschweinchen verdauen schneller als andere Tiere und haben die Angewohnheit ihr „Geschäft“ überall zu verrichten; das bedeutet, dass sie keine speziellen Toilettenecken kennen und Sie den Käfig sehr regelmäßig säubern müssen.

Das Einstreumaterial wechseln Sie bitte täglich an den Urinplätzen und mindestens einmal, besser zwei- bis dreimal pro Woche komplett. Waschen Sie dabei die Bodenwanne mit warmem Wasser aus. Verwenden Sie dabei wenn nötig einen Essigreiniger, verzichten Sie aber bitte auf „scharfe“, chemische Putzmittel.

Frischfutterreste müssen ebenfalls regelmäßig entsorgt werden, da sie sonst gären können und Durchfallerkrankungen hervorrufen. Trockenfutter kann, sofern es sauber und nicht verschmutzt ist (zum Beispiel durch Kotabsonderungen), im Käfig belassen werden.

Noch ein paar Worte zur Ernährung: Meerschweinchen besitzen einen so genannten Stopfmagen. Um Darmprobleme zu verhindern, müssen sie regelmäßig Nahrung, unter anderem ausreichend Heu, zu sich nehmen. Diese regelmäßige Nahrungsaufnahme sorgt für den „Transport“ des aufgenommenen Futters vom Magen in den Darm. Wichtig ist außerdem die tägliche Versorgung Ihres Tiers mit Obst oder Gemüse, um die Vitamin C-Aufnahme zu gewährleisten. Dies ist beim Meerschweinchen besonders wichtig, da es das Vitamin nicht selbst bilden (synthetisieren) kann. Versorgen Sie Ihr Tier täglich mit frischem Wasser.

Als Einstreu eignen sich zum Beispiel Holzspäne. Verwenden Sie bitte keine parfümierten Produkte, da diese Atemwegsprobleme bei Ihrem kleinen Racker hervorrufen können.

Die regelmäßige Reinigung des Käfigs lässt sich ideal zur „Inspektion“ Ihres Meerschweinchens nutzen. Ihnen fallen am ehesten Veränderungen auf, die Sie dann bei Unsicherheit oder einem Krankheitsverdacht von Ihrem Tierarzt überprüfen lassen können.

Pflegemaßnahmen – Goldhamster und Zwerghamster

Hamster benötigen ein sauberes Gehege. Das Gute ist, dass im Vergleich zu anderen Kleintieren wie Ratten oder Mäusen die Pflege nicht so viel Zeit in Anspruch nimmt und schlichtweg einfacher ist.

Jeden Tag überprüfen Sie, ob noch Reste von frischem Futter im Käfig zu finden sind. Bitte denken Sie daran, dass Hamster ihr Futter auch als Vorrat verstecken. Trockenfutter können Sie liegen lassen.

Hamster reagieren sehr sensibel auf Veränderungen in ihrer Umgebung. Ein verschobenes Schlafhäuschen kann ihnen bereits richtig Stress verursachen.

Gut ist es, wenn Sie die Reinigung des Käfigs kombinieren mit einem Freigang für Ihren Hamster. Also den kleinen Racker aus seinem Käfig nehmen und in einer abgesperrten und vor allem sicheren Ecke des Zimmers laufen lassen, während Sie sich den Reinigungsarbeiten widmen.

Achten Sie bitte darauf, alle Gegenstände wieder an den gleichen Platz zu stellen wie vorher – dies hilft Stress für den Hamster zu vermeiden. Durch Urin oder Wasser feuchte Einstreu wird ersetzt, die Futterschalen ausgewaschen (ohne Spülmittel). Die Trinkwasserflasche sollten Sie jeden Tag mit frischem Wasser auswaschen und wieder neu befüllen.

Zusätzlich zu der angesprochenen täglichen Routine – siehe oben – sollten Sie einmal pro Woche eine gründliche Putzeinheit einlegen. Dabei wechseln Sie die komplette Einstreu, waschen die Bodenwanne und die Gitterstäbe mit etwas Essigreiniger ab und vergessen bitte auch die „Möbel“ nicht. Dabei sollte ebenfalls auf die Dämmerungs- und Nachtaktivität der Tiere Rücksicht genommen werden. Reinigen Sie deshalb den Käfig am Abend.

Pflegemaßnahmen – Farbmaus 

Bei Farbmäusen ist es sehr wichtig auf eine makellose Hygiene zu achten. Sie müssen den Käfig mit seinem gesamten Innenleben regelmäßig saubermachen und reinigen. Ein sauberer Käfig sieht nicht nur schön aus, er trägt auch entscheidend zur Gesunderhaltung der kleinen Fellträger bei. Farbmäuse markieren ihr Revier mit Urin, was die besondere Bedeutung der Hygiene unterstreicht.

Um diesen Geruch wieder zu beseitigen, müssen Sie den Käfig und sämtliche Einrichtungsgegenstände jede Woche, bei Bedarf auch häufiger, mit heißem Wasser und einem Essigreiniger abwaschen. Die Bodenwanne können Sie zudem direkt in der Dusche abbrausen und mit etwas Essigreiniger reinigen. Je heißer das Wasser ist desto besser. Die Gitterstäbe sind ebenso im Rahmen der wöchentlichen Reinigungsroutine zu säubern.

Welche Einstreu ist am geeignetsten?

Gut geeignet sind Hobelspäne, am besten grobe und staubarme Weichholzspäne. Beachten Sie, dass staubreiche Streu bei Ihren Farbmäusen Allergien auslösen kann und daher vermieden werden sollte.

Wenn möglich, wechseln Sie nicht die ganze Streu regelmäßig, sondern belassen etwas „altes Material“ im Käfig bzw. mischen dieses mit der frischen Streu. So haben die Farbmäuse immer das Gefühl etwas Bekanntes vorzufinden und müssen nicht immer wieder „stressvoll“ das vermeintlich neue Territorium erobern.

Pflegemaßnahmen – Farbratte

Sehr wichtig bei der Haltung von Ratten ist es auf eine makellose Hygiene zu achten. Sie müssen den Käfig mit seinem ganzen Innenleben regelmäßig saubermachen und reinigen.

Ratten selbst sind penibel auf ihre eigene Sauberkeit bedacht und putzen ihr Fell regelmäßig. Allerdings markieren sie sehr gerne ihr Territorium, sprich verschiedenste Plätze in ihrem Käfig, mit Urin. Die Folge ist ein wahrnehmbarer Geruch, der nicht unbedingt als angenehm empfunden werden kann.

Um diesen Geruch wieder zu beseitigen, müssen Sie den Käfig und alle Einrichtungsgegenstände ein bis zweimal die Woche mit heißem Wasser und einem Essigreiniger abwaschen. Die Bodenwanne können Sie auch direkt in der Dusche abbrausen und mit etwas Seife reinigen. Je heißer das Wasser ist desto besser.

Die Gitterstäbe sind im wöchentlichen Turnus zu reinigen.

Welche Einstreu ist am geeignetsten?

Gut geeignet sind Hobelspäne, am besten grobe und staubarme Weichholzspäne. Beachten Sie, dass staubreiche Streu bei Ihren Ratten Allergien auslösen kann und daher vermieden werden sollte.

Wenn möglich, wechseln Sie nicht die ganze Streu regelmäßig, sondern belassen etwas „alte“, aber dennoch saubere Streu im Käfig bzw. mischen diese mit der frischen Streu. So haben die Ratten immer das Gefühl etwas Bekanntes vorzufinden.

Die Rattentoilette kann auch mit nicht klumpender Katzenstreu separat ausstaffiert werden. Bitte wechseln Sie die Katzenstreu ebenfalls alle zwei bis drei Tage.

Wichtig in Sachen Ernährung ist es, dass Ihre Ratten täglich frisches Wasser und Futter erhalten.

Pflegemaßnahmen – Streifenhörnchen

Die gute Nachricht: Streifenhörnchen brauchen keine allzu große Pflege. Allerdings sollten Sie einige grundsätzliche Dinge beachten:

Streifenhörnchen sind sehr reinliche Tiere und benutzen als Toilette zumeist dieselbe Ecke. Daher brauchen Sie nicht immer die gesamte Einstreu zu tauschen, sondern es ist ausreichend jene Toilettenecke einmal pro Woche sorgsam zu reinigen und an dieser Stelle die Einstreu rundum zu erneuern.

Hilfreich ist es, wenn Sie das Holzhäuschen oder andere Holzgegenstände im Käfig, zum Beispiel Sitzbrett oder Treppe, mit einem ungiftigen Klarlack oder farbigen Lack streichen, um das Eindringen von Urin zu vermeiden.

Eine gründliche Reinigung des Käfigs steht alle drei bis vier Wochen an. Tipp: Behalten Sie einen kleinen Teil der „alten“ Einstreu zurück, den Sie mit der neuen, frischen mischen. So ist für Ihr Streifenhörnchen der gewohnte heimische Duft nach wie vor gegeben.

Das vorhandene Zubehör bitte gründlich mit warmem Wasser abwaschen – keine Putzmittel verwenden, da diese für Ihr Streifenhörnchen durchaus unbekömmlich oder sogar giftig sein können.

Alle vier bis sechs Monate empfiehlt es sich die Kletteräste zu tauschen.

Streifenhörnchen benötigen täglich frisches Wasser und Futter.

Pflegemaßnahmen – Chinchilla

Bei Chinchillas gilt: Anfänger sollten sich lieber nicht direkt mit dieser Tierart befassen, sondern sich zunächst einmal in die Materie hineinarbeiten. Denn Chinchillas bedürfen aufgrund ihrer tendenziell eher empfindlichen Art hinsichtlich der Ernährung besonderer Aufmerksamkeit. Die Tiere besitzen einen sehr langen Darm. Sie sind dementsprechend auf eine nährstoff- bzw. energiearme und rohfaserreiche Nahrung angewiesen.

Und noch eine Besonderheit macht Chinchillas in Sachen Ernährung aus: Sie besitzen einen so genannten Stopfmagen. Das heißt, dass die Ernährung nicht durch die Muskulatur des Magens in den Darm geleitet wird. Stattdessen müssen Chinchillas stetig weitere Nahrung zu sich nehmen, um diesen „Transport“ zu gewährleisten und Darmprobleme zu vermeiden. Füttern Sie täglich ausreichend Heu.

Sie sollten Ihren Chinchillas zwei Utensilien zur Verfügung stellen: Eine Zahn-und Maulhygiene in Form eines „Nagestocks“ oder eines „Beißholzes“ und eine „Badewanne“, gefüllt mit Sand.

Bitte baden Sie Ihre kleinen Fellknäuel nicht in Wasser, das vertragen die Kleinen gar nicht, sondern stellen Sie ihnen einfach eine mit Sand gefüllte Keramikschüssel für maximal eine Stunde am Abend ins Gehege. Das Baden im Sand bewirkt mehreres: Zum einen lieben es die kleinen Racker. Sie entspannen sich wie wir Menschen bei einem schönen Bad. Zum anderen wird das Fell gereinigt, das Fett entfernt und die Haut sowie das Fell gestärkt.

Wechseln Sie den Sand nach zwei bis drei Wochen komplett aus.

Die Zähne wachsen bei den Chinchillas fortlaufend nach. Mit Hilfe von frischen Ästen oder Zweigen, die als Abschmirgel-Instrument benutzt werden, halten sich die Chinchillas ihre „Beißerchen“ auf der richtigen Länge.

Frische Futterreste entfernen Sie bitte täglich, und wechseln Sie bitte durch Urin oder Wasser feuchtgewordene Streu täglich aus. Täglich frisches Wasser ist natürlich auch für Chinchillas die Regel.

Reinigen Sie den Käfig bitte einmal pro Woche komplett. Das bedeutet, die komplette Einstreu wird entfernt und durch frische Einstreu ersetzt, die Bodenwanne wird mit warmem Wasser und Essigreiniger ausgewaschen und die Gitterstäbe ebenfalls feucht abgewischt.

 Pflegemaßnahmen – Degu

Auch für die Degus gilt „Mein sauberes Heim ist die Basis für mein gesundes Leben“. Sie können mit regelmäßiger Pflege und Reinigung einen wesentlichen Beitrag zu einem gesunden, zufriedenen Leben Ihrer Lieblinge leisten.

Degus benutzen keine – oder nur sehr selten – definierte Toiletten-Ecken. Daher ist es notwendig immer das gesamte Gehege zu reinigen.

Das Einstreumaterial wechseln Sie bitte täglich an den Urinplätzen und mindestens einmal, besser zwei- bis dreimal pro Woche beinahe komplett. Das bedeutet, dass Sie etwas alte Einstreu zurückbehalten und unter die neue mischen.

Degus sind sehr geruchssensible Tiere und fühlen sich über den bekannten Geruch direkt wieder heimisch. Sie vermeiden so großen Stress, dem sich die kleinen Tiere sonst aussetzen würden, ihr „neues“ Territorium aufs Neue zu erobern.

Waschen Sie dabei die Bodenwanne mit warmem Wasser aus. Verwenden Sie – wenn nötig – einen Essigreiniger, verzichten Sie aber bitte auf „scharfe“ Putzmittel.

Frischfutterreste müssen ebenfalls regelmäßig entsorgt werden, da diese sonst gären können und möglicherweise Durchfallerkrankungen hervorrufen. Trockenfutter kann, sofern es sauber und nicht verschmutzt ist (zum Beispiel durch Kotabsonderungen), im Käfig belassen werden. Täglich frisches Wasser ist darüber hinaus ebenfalls eine zwingende Voraussetzung. Degus benötigen als Pflanzenfresser täglich ausreichend Heu. Sie besitzen einen Stopfmagen. Das bedeutet, dass sie stetig ausreichend Nahrung zu sich nehmen müssen, um diese in den Darm zu transportieren. Darüber hinaus neigen Degus zu Diabetes und dürfen aus diesem Grunde kein Obst erhalten.

Geeignete Einstreuprodukte sind zum Beispiel Holzspäne. Verwenden Sie bitte keine parfümierten Produkte, da diese bei ihren Degus Atemwegsprobleme hervorrufen können.

Die regelmäßige Reinigung des Käfigs nutzen Sie bitte zur „Inspektion“ Ihres Degus. Ihnen fallen am ehesten Veränderungen auf, die Sie dann von Ihrem Tierarzt überprüfen lassen können.

Pflegemaßnahmen – Lemming

Wie bei allen anderen Heimtieren auch ist ein sauberes Heim eine gute Basis für ein gesundes Lemming-Leben.

In einem unreinen, dreckigen Käfig können sich Krankheitserreger sammeln und prima vermehren. Das Ergebnis ist leider oftmals die Erkrankung Ihrer Lemminge.

Viele Lemminge definieren eine oder mehrere Ecken in ihrem Käfig als Toilette. Diese Ecken müssen immer alle zwei bis drei Tage gesäubert und gereinigt werden.

Die übrige Fläche reinigen Sie bitte alle sieben bis zehn Tage und wechseln dabei die Einstreu. Wenn möglich mischen sie noch saubere „alte“ Streu mit der neuen Einstreu. Damit helfen Sie den Stress des neuen, ungewohnten Materials für Ihre Lemminge zu reduzieren.

Der Urin der Lemminge ist für die meisten Menschen so gut wie „geruchslos“. Daher reicht es einmal im Monat eine gründliche Komplettreinigung mit Auswaschen der Bodenwanne vorzunehmen.

Bitte kontrollieren Sie jeden Tag, ob die Einstreu zum Beispiel durch ein tropfendes Trinkfläschchen feucht geworden ist. Bevor sich Schimmel oder andere Fäulniserreger bilden können, tauschen Sie die Streu aus und reparieren die Flasche bzw. tauschen sie aus. Denn Schimmel ist für Ihren kleinen Pelzträger sehr gefährlich.

So komisch es klingen mag, aber kontrollieren Sie bitte regelmäßig, ob noch alle Lemminge im Käfig vorhanden sind! Die kleinen Racker spielen in der Spitzengruppe der Ausbruchkünstler ganz weit oben mit.