Eingewöhnung und Vergesellschaftung von Vögeln

Ein gefiederter Freund zieht ein

Herzlichen Glückwunsch, Ihr gefiederter Familienzuwachs zieht bei Ihnen ein. Was gilt es zu beachten?
Transportieren Sie den Vogel am besten in einem sogenannten Transportkäfig zu sich nach Hause – Transport-Kartons sind nicht so gut geeignet, da sie wenig Sichtmöglichkeiten bieten, sind aber selbstverständlich ebenfalls eine Option.

Zuhause angekommen, stellen Sie den Transportkäfig mit geöffneter Tür vor die Eingangsöffnung des neuen Käfigs. Drängen Sie Ihren Vogel nicht, er wird schon aus lauter Neugier sein neues Reich inspizieren wollen und übersiedeln.

Bedenken Sie, dass die Tiere sehr aufgeregt sind und Sie am Anfang am besten die Käfigstäbe kennzeichnen, etwa mit Zweigen. Dies dient zum einen den Vögeln zur Orientierung der neuen Begrenzung und zum anderen als „Abfederung“, sollten sie dennoch zu weit fliegen!

Die ersten Tage soll Ihr neuer Vogel soweit es geht in Ruhe gelassen werden, damit er sich an seine neue Umgebung gewöhnen kann. Der erste „Ausflug“ kann nach einer Woche erfolgen. Bitte nehmen Sie etwas vom bisherigen Futter des Züchters oder Händlers mit. Damit können Sie vermeiden, dass Ihr Freund noch zusätzlichen Stress durch eine Futterumstellung auf sich nehmen muss. Wenn er sich wohlfühlt, können Sie – wenn notwendig – Schritt für Schritt auf ein neues Futter umstellen.

Wenn Sie mehrere unterschiedliche Vogelarten miteinander im gleichen Käfig halten wollen, müssen Sie bitte auf die richtige Kombination im Vorfeld achten:

  • Gut miteinander auskommen in der Regel zum Beispiel Schwarmvögel wie Prachtfinken und Sperlinge, aber auch Webervögel.
  • Sittiche und Papageien hingegen sind Paartiere. Das bedeutet, sie lieben die traute Zweisamkeit und dulden keine weiteren Pärchen.
  • Wellensittiche können zu mehreren Paaren miteinander gehalten werden, wenn Sie dafür sorgen, dass mindestens doppelt so viele Nistmöglichkeiten vorhanden sind wie Sie Paare halten.

Grundsätzlich müssen Sie ausreichend Platz zur Verfügung stellen und für Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten, zum Beispiel durch Äste, sorgen.