Vogel-Pflege und Krankheitsvorbeugung

Für Vögel sind, ebenso wie für andere Heimtiere wie Hund und Katze, regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen sehr wichtig. Empfohlen wird, das Tier mindestens einmal pro Jahr dem Tierarzt vorzustellen; dies kann auch zu einer Schutzimpfung genutzt werden.

Wenn Sie selbst bereits entdecken, dass Ihr Tier nicht ganz gesund ist, dann es in der Regel bereits wirklich sehr krank. Denn Vögel sind noch nicht sehr lange in menschlicher Obhut und als Beinahe-noch-Wildtiere versuchen sie instinktiv ihre Schwäche oder Krankheit so lange wie möglich zu verbergen. Dies ist ein reiner Schutzmechanismus, um Ihr (Über-)Leben in Bezug auf natürliche Feinde zu ermöglichen.

Es ist besonders wichtig auf die kleinsten Veränderungen im täglichen Verhalten zu achten und lieber einmal zu schnell und zu oft zum Tierarzt zu gehen als Anzeichen für ernste Erkrankungen zu übersehen. Die tägliche Pflege ist die beste Krankheitsvorbeugung für Ihre Vögel. Was sollten Sie dabei auf Ihrem Routinezettel stehen haben?

Die Fütterung ist ein sehr wichtiger Teil der täglichen Pflege. Grundsätzlich gilt auch bei Vögeln: „Nicht zu viel des Guten“ oder „Weniger ist manchmal mehr“. Es ist schließlich besser aktive und fitte Tiere zu haben als dickere Vögel, die Mühe haben ein erfülltes Leben zu genießen.

Weitere Informationen zum Thema Futter und Futtersorten finden Sie im „Ernährungsratgeber“ (Link) zu den einzelnen Vogelarten. Bitte wechseln Sie auch täglich das Wasser; es sollte immer frisches Wasser in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

Einmal in der Woche ist Putztag

Entfernen Sie abgestorbene Pflanzenteile, alte Blätter und Futterreste.

Achten Sie bitte darauf, dass der Käfig oder die Voliere an einem zugfreien Platz steht. Nichtsdestotrotz können sich auch Vögel, gerade in der feuchtkalten Jahreszeit, erkälten. Dies kommt unter anderem relativ häufig vor bei vielen Wellensittichen, Nymphen-Sittichen oder den „Unzertrennlichen“.

Sie werden zum Beispiel ein aufgeplustertes Gefieder oder matte Augen beobachten. Die Tiere sind eher schlapp und haben keinen Appetit.

Separieren Sie die betroffenen Vögel wenn möglich, also bringen Sie diese in einen anderen Käfig unter, den Sie unter eine Wärmelampe stellen. Diese sollte nicht den ganzen Käfig, sondern nur einen Teil wärmen, so dass die Tiere sich der Wärme auch entziehen können, wenn sie dies nicht mehr wollen oder benötigen. Bitte stellen Sie die kranken Tiere Ihrem Tierarzt(in) vor.

Noch ein Wort zum Thema Urlaub. Wenn Sie in Urlaub fahren, können Sie schlecht Ihre Voliere in den Koffer packen. Was ist also zu beachten? Am einfachsten ist es natürlich, wenn sich ein Familienmitglied oder ein Nachbar, der zugleich Tierfreund ist, nach einer entsprechenden Einweisung um Fütterung und Pflege Ihres Tieres kümmert. Wenn dies nicht möglich ist, so sollten Sie sich am besten darüber informieren, welche Möglichkeiten einer professionellen Betreuung vor Ort bestehen. Der Vorteil eines solchen Service: Das Tier bzw. die Tiere bleiben in ihrer gewohnten Umgebung und werden zu Hause betreut.