Vogelkrankheiten

Vögel können, wie viele andere Heimtiere auch, die in der menschlichen Obhut sehr gut und gesund leben und überleben Ihre Artgenossen in freier Wildbahn oftmals durchaus um einen gewissen Zeitraum.

Wenn Sie bei sich zu Hause allerdings erkennen, dass ein Vogel nicht gesund ist, dann ist Vorsicht geboten. Vögel, die als Heimtiere gehalten werden, sind noch nicht sehr lange in menschlicher Gesellschaft. Sie tragen immer noch Lebens- und Verhaltensweisen von Wildtieren in sich. Somit versuchen sie instinktiv eine Schwäche oder Krankheit so lange wie möglich zu verbergen. Dies ist ein Schutzmechanismus, der sie in freier Wildbahn vor potenziellen Feinden bewahrt.

Dementsprechend ist es besonders wichtig, auf die kleinsten Veränderungen im täglichen Verhalten zu achten und lieber einmal zu schnell oder zu oft zum Tierarzt zu gehen als die Gesundheit des Tiers zu gefährden.
Man unterscheidet generell zwischen ansteckenden bzw. ansteckungsbedingten Erkrankungen und nicht ansteckenden bzw. nicht ansteckungsbedingten Erkrankungen.

Zu den nicht ansteckungsbedingten zählen zum Beispiel Verletzungen oder Vergiftungen und Organerkrankungen, etwa Tumore oder Legenot. Sie müssen nicht bei jeder kleinen Hautverletzung direkt zum Tierarzt, sondern können zum Beispiel selbst die Wunde säubern, desinfizieren, die Blutung stillen und ein Pflaster aufbringen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, gibt der Besuch des Tierarztes/ der Tierärztin aber natürlich Sicherheit.

Bei einem Verdacht auf Knochenbruch oder Traumata, ausgelöst vom Flug gegen eine Scheibe, ist der Gang zum Tierarzt angezeigt. Vergiftungen können durch bestimmte giftige Pflanzen wie Alpenveilchen, Primeln, Weihnachtsstern oder Amaryllis hervorgerufen werden. Ebenso wie durch den Verzehr von einigen exotischen Obst- und Gemüse-Sorten wie Avocados, die für die Vögel giftig sind. Im Internet können Sie sich unter www.giftpflanzen.com schnell Rat holen. Die beste Vorbeuge von Vergiftungen ist das Fernhalten der Vögel von diesen verführerischen Giftfallen.

Ob Sie es glauben oder nicht, Ihre gute alte Teflonpfanne ist für Ihre Vögel das reinste Gift. Nicht die Pfanne selbst, sondern die beim Erhitzen entstehenden Teflon-Gase, die für uns Menschen völlig harmlos sind. Also halten Sie den Piepmatz aus der Küche fern oder greifen Sie zu einer Gusseisen- Pfanne. Als Anzeichen von Vergiftungen bemerken Sie Gleichgewichtsstörungen, Krämpfe und Zittern. Hier gilt: Sofort zum Tierarzt!

Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten rufen ansteckungsbedingte Krankheiten bei Ihrem Vogel hervor. Sie bemerken die verschiedensten Krankheitsanzeichen zum Beispiel dadurch, dass sich Ihr Vogel ständig kratzt, sich Federn ausrupft oder Durchfall hat (erkennbar an verändertem Kot – Farbe, Geruch, Menge, Konsistenz).

An dieser Stelle kann kein tierärztlicher Leitfaden zur Krankendiagnostik bereitgestellt werden, aber diese ersten Tipps geben Hinweise für Ihren Umgang mit gewissen Beobachtungen. Für Sie und Ihr Tier ist es wichtig, dass Sie Ihren Tierarzt kontaktieren, wenn Sie gravierende Veränderungen bemerken.