Vor dem Vogelkauf

Sie denken darüber nach sich einen Vogel zuzulegen?

Bitte beachten Sie im Vorfeld einige unserer Tipps:
Manchmal macht es den Eindruck, dass ein Vogel nur auf der Stange sitzt und keine besondere Zuwendung braucht. Falsch, selbst die kleinsten Arten brauchen Ihre volle Aufmerksamkeit und können bei guter Pflege zehn Jahre und älter werden. Papageien beglücken Sie etwa 30 Jahre, mit Rekorden von Aras, die ca. 60 Jahre alt werden. Es gibt außerdem Kakadus (Gelbhaubenkakadus), die bis zu 80 Jahre erreichen. Überlegen Sie es sich also gut; die Verantwortung kann im wahrsten Sinne des Wortes eine lebenslange sein!

Was brauchen Sie für die Grundausstattung?

Einen Käfig oder besser eine Voliere. Suchen Sie bitte einen geeigneten (= zugluftfreien) Platz, der ausreichend groß ist. Der Käfig oder die Voliere kann gar nicht groß genug sein, denn die Vögel wollen fliegen und sind bis auf die Kolibris nicht als „Hubschrauber“ oder Senkrechtflieger auf der Welt, sondern müssen horizontal abheben und landen können. Zumindest zwei der Seitenflächen sollten mit waagerecht angebrachten Gitterstäben versehen sein, um Ihrem Vogel das geliebte Klettern zu ermöglichen.
Ein Vogelzimmer wäre natürlich noch besser. Aber Achtung: Es muss vogelsicher eingerichtet sein!
Transportieren Sie den Vogel am besten in einem sogenannten Transportkäfig zu sich nach Hause – Kartons sind nicht so gut geeignet, da sie wenig Sichtmöglichkeiten bieten. Zuhause stellen Sie den Transportkäfig mit geöffneter Tür vor die Eingangsöffnung des neuen Käfigs. Lassen Sie Ihrem neuen Mitbewohner Zeit und drängen Sie ihn nicht. Das kann ihn in Stress versetzen. Außerdem wird er, neugierig wie er ist, selbst den Weg in seine Behausung finden.

Bedenken Sie, dass die Tiere sehr aufgeregt sind und Sie am Anfang am besten die Käfigstäbe kennzeichnen, etwa mit Zweigen. Die Vögel erhalten damit eine Orientierungshilfe; zum anderen dient dies für den Notfall als „Abfederung“, sollten sie dennoch zu weit fliegen.

Was kostet ein Vogel eigentlich?

Die Anschaffungskosten schwanken sehr stark, je nach Vogelart von ca. 10 Euro bis mehrere tausend Euro.
Grundsätzlich kann man sagen, dass die Vogelhaltung wirklich erschwinglich ist, da die Routinekosten nicht so hoch sind wie bei anderen Haustieren. Zudem können Sie manche Spielsachen für Ihren Vogel sogar mit geringem Aufwand selbst basteln.

Für den Käfig oder die Voliere müssen Sie zwischen 50 Euro und mehreren 100 Euro einplanen. Als Inneneinrichtung befinden sich in den meisten Fällen mehrere Holzstangen, die aber noch zusätzlich durch Naturzweige (wie z.B. Weide, Haselnuss  oder Obstbäume) ergänzt werden sollten. Einen Transportkäfig gibt es für ca. 20 bis 30 Euro. Diese Anschaffung ist immer sinnvoll – Stichwort Tierarztbesuch. Auch Utensilien wie Trinknapf, Futternapf und Sepiaschale sollten nicht fehlen.

Vögel spielen sehr gerne. Schaukeln, Seile, Ringe, und Leitern sind prima Hilfsmittel. Passendes Zubehör finden Sie in unserem Online-Angebot (Link). Selbstverständlich können Sie auch mit anderen Familienmitgliedern das eine oder andere basteln, etwa kleine Versteckmöglichkeiten für besondere Leckereien.

Für das Futter und Vogelsand dürfen Sie ca. 10 bis 20 Euro pro Monat rechnen, wobei jede Vogelart ihre eigene, ganz spezielle Nahrung benötigt, die Sie natürlich auch bei uns (Link) erwerben können. Für den Tierarzt sollten Sie für Routineangelegenheiten ca. 30 bis 50 Euro pro Jahr einplanen. Notfälle, Versorgung von Unfällen etc. können auch 100 Euro und mehr kosten.

Für die Urlaubsversorgung planen Sie bitte auch etwas ein. Am besten wäre es, wenn die Tiere in der gewohnten Umgebung von Nachbarn, der Familie oder Freunden versorgt werden. Die Tiere mit in den Urlaub zu nehmen, macht – sieht man von langen Auslandsaufenthalten einmal ab – meistens keinen Sinn.

Das Zusammenleben von Vögeln und Kindern kann sehr gut funktionieren, wenn Sie dafür sorgen, dass sich beide langsam und behutsam aneinander gewöhnen. Die Freundschaft mit einem Vogel beruht auf Gegenseitigkeit; gut geeignet sind zum Beispiel die üblichen „Verdächtigen“: Kanarienvögel, Wellensittiche oder kleine Papageien wie die Sperlingspapageien.