Vogelarten

Vogelarten: Eine Vielfalt, die ihresgleichen sucht

Die Klasse der Vögel ist die artenreichste aller sogenannten Landwirbeltiere, zu denen sie gehören.
Es gibt nach aktueller Zählung mehr als 10.000 verschiedene Vogelarten! Gemeinsam sind all diesen Tieren direkt ins Auge fallende Selbstverständlichkeiten: Sie haben nun mal alle Flügel, ihre Körper sind mit einem Federkleid bedeckt und sie besitzen einen Schnabel. Vögel leben auf allen Kontinenten dieser Erde.

Wussten Sie, dass die Vögel ein besonders schlagfreudiges Herz haben? Das menschliche Herz hat eine durchschnittliche Ruhefrequenz von etwa 60 bis 70 Schlägen pro Minute und eine maximale Frequenz (abhängig vom Alter und vom Trainingszustand der Person) bis zu 200 bis 210 Schlägen pro Minute.
Bei einem sehr großen Vogel, dem Strauß, beträgt die maximale Herzfrequenz sehr ähnlich wie beim Menschen ca. 180 Schläge pro Minute.

Ein Spatz oder Haussperling schafft erstaunliche 900 Schläge pro Minute und die Herzen der kleinen Kolibris (hier der Blaukehl-Sternkolibri) sind absolute Spitzenreiter mit über 1.250 Schlägen pro Minute.
Wie Sie sehen: Die Welt der Vögel hält einige interessante Erkenntnisse bereit, darunter durchaus einige Superlative! Es lohnt sich in diesem Kontext, einige der populärsten Vogelrassen näher anzusehen, die als Heimtiere gehalten werden.

Rassen im Überblick

Wellensittich:

Die Wellensittiche gehören zur Familie der Papageien. Sie erreichen eine Körpergröße von 15 bis 20 Zentimetern, eine Körpermasse von 30 bis 50 g und werden zwischen drei und zwanzig Jahren alt. Als ursprünglicher Lebensraum werden Steppen- und Grasgebiete Australiens genannt.
Im Australischen Hinterland (Outback) sind die Wellensittiche vorwiegend grün mit gelbem Kopf. Es gibt darüber hinaus die sogenannte blaue Zuchtreihe.

Die Farbe hilft unter anderem bei der Unterscheidung der Geschlechter. Bei erwachsenen Wellensittichen gilt: Ist die sogenannte Wachshaut am Schnabel bräunlich, so handelt es sich um bei weibliche Tiere. Bei den Wellensittich-Männchen hingegen ist sie blau.
Wellensittiche erneuern ihr Federkleid einmal pro Jahr. Diesen Federwechsel nennt man „Mauser“.
Wellensittiche sehen nicht nur schön aus, sie sind auch sehr lebhaft und sozial. Sie stubsen sich, singen sich zu, füttern sich sogar und kraulen sich.
Zum Ausruhen stecken sie ihren Kopf in das aufgeplusterte Federkleid und dösen so auf einem Fuß stehend.
Wenn Sie Wellensittich-Nachwuchs bekommen wollen, geht dies nach dem erfolgreichen Werben des Männchens – er singt für seine Angebetete und tanzt für sie – recht schnell. Nur etwa sieben Tage nach der Paarung legt das Weibchen das erste Ei. Jeden zweiten Tag kommt ein weiteres hinzu, bis das Nest mit ca. fünf bis sechs Eiern voll besetzt ist. Nach etwa drei Wochen schlüpfen die noch blinden und federlosen Küken.

Kanarienvogel:

Der Kanarienvogel, wie wir ihn heute kennen, stammt vom sogenannten Kanarengirlitz ab.
Wie der Name vermuten lässt, findet man den Kanarengirlitz unter anderem auf den Kanarischen Inseln, aber auch auf den Azoren und Madeira.
Der Gesang des Girlitz gefiel den Menschen schon immer. Nicht zuletzt aus diesem Grunde wird der mitunter als „Sänger im Federkleid“

bezeichnet. Die Singstimme erfreute sich recht schnell großer Beliebtheit. Die Spanier importierten sicherlich auch aus diesem Grund nach der Eroberung der Kanarischen Inseln im 15. Jahrhundert den Kanarengirlitz auf das Festland.
Der Girlitz wurde schnell populär, sein Gesang wurde sehr geschätzt und die Haltung des Vogels wurde ein Zeichen von Wohlstand und Weltoffenheit. Es war angesagt, sich einen Kanariengirlitz zu halten. In der Folgezeit stieg die Nachfrage. Viele Tierfreunde wollten einen solchen Sänger ihr eigen nennen.
Die Mönche des Klosters Cadiz züchteten und verkauften die Vögel. Von Spanien aus nahm die Erfolgsgeschichte des Kanarienvogels ihren Lauf quer durch Europa. Mitte des 16. Jahrhunderts etwa befassten sich italienische Züchter mit den Tieren und trugen zu ihrer Verbreitung bei.

Heute kennt man drei Hauptarten:
Die Gesangskanarienvögel sind die Opernsänger unter den Kanarienvögeln. Sie werden primär unter dem Gesangsaspekt ausgewählt und gezüchtet. Die Farbenkanarienvögel werden vorwiegend wegen ihres farbenfrohen Gefieders gezüchtet. Es gibt viele Farbkombinationen bis hin zu rotem Gefieder. Der Gesang spielt bei diesen Vögeln eher die „zweite Geige“; dies bedeutet aber nicht, dass auch gute Sänger dabei wären.
Als dritte Gruppe sind die Positurkanarienvögel bekannt. Bei diesen

Vögeln legt man besonders Wert auf die optischen Reize. Etwa eine bestimmte Positur einnehmen zu können, ein Häubchen oder ein „lockiges“ Gefieder zu tragen. Bei manchen Züchtungen lassen sich verschiedene dieser „äußeren Merkmale“ kombinieren.
Gesangs- und Farbkanarienvögel sind zwischen 13,5 und 14,5 Zentimetern groß, Positurkanarienvögel zwischen 11 und 23 Zentimeter lang.

Nymphen-Sittich:

Die Nymphen-Sittiche gehören zur Familie der Kakadus. Sie erreichen eine Körpergröße von ca. 35 Zentimetern, eine Körpermasse von 80 bis 100 g und sie werden zwischen 15 und 20 Jahre alt. Als ursprünglicher Lebensraum werden Wälder und Savannen Australiens genannt.

Besonders auffällig ist bei den Nymphen-Sittich-Männchen der zitronengelbe Kopf und die gleichfarbige Haube mit ihren grauen Spitzen. Bei den Weibchen ist der Kopf bzw. die Haube eher gelb-grau. Die Männchen haben einen großen runden hellroten Ohrfleck, welcher bei den Weibchen etwas blasser erscheint.

Zebrafinken:

Die Zebrafinken gehören zur Familie der Prachtfinken. Sie erreichen eine Körpergröße von etwa zehn Zentimetern, haben eine Körpermasse von ca. 12 Gramm und werden zwischen sechs und zehn Jahre alt. Als ursprünglicher Lebensraum werden Steppen- und Grasgebiete, sowie das Grasland Australiens genannt.
Ihren Namen verdanken die Zebrafinken den sogenannten schwarz-weißen Tränenstrichen. Die Männchen haben auch noch eine schwarz-weiße Brustfärbung.

Agaporniden:

Die Agapornidenheißen nicht ohne Grund auch die „Unzertrennlichen“. Ihr Name kommt aus dem Altgriechischen. Agape steht für Liebe und ornis für Vogel. Dies ergibt die Kombination Agapornis, oder Liebesvogel. Im Englischen werden sie „Lovebirds“ genannt.
Der Name leitet sich aus der lebenslangen Treue der Paare ab, die auch sehr liebevoll miteinander umgehen. Tierfreunde beobachten sie unter anderem beim Kuscheln, Pflegen und Liebkosen.
Sie gehören zu den kleineren Papageienarten und sind im tropischen Afrika beheimatet. Das Gefieder ist gelb-grün, der Kopf orange und der Schnabel rot. Die Vögel werden zwischen 13 und 18 cm groß und sind etwa 50 g leicht.