Ihre Meinung ist uns wichtig

Gestalten Sie doch die Knauber-Online-Welt mit und sagen Sie uns, wie Ihnen unser Service-Portal knauber-welt.de gefällt und bei welchen Themen oder Projekten Sie sich online mehr Hilfe wünschen.

Tragen Sie dazu einfach Ihre Meinung in das Feedbackformular ein oder nennen Sie uns Ihre Wünsche über die unten stehende Kommentarfunktion.

Wir sind gespannt auf Ihr Feedback und freuen uns schon, Ihnen künftig noch mehr zur Seite stehen zu können.

 

Erstellen Sie Ihre eigene Umfrage zu Nutzerfeedback.


 

Pflazenschutz bei Blattläusen

Beim Zimmergrün ist es wie im „richtigen“ Leben: Nur wer seine schädigenden Widersacher kennt und erkennt, kann auch entsprechend reagieren. Zu den eher lästigen Pflanzenbewohnern zählen Blattläuse. Sie bevorzugen besonders frisches, zartes und wasserreiches Pflanzengewebe. Und sie hinterlassen es dann oft gekräuselt, gekrümmt und mit einen zuckerartigen Film verklebt. Das wiederum ist ein idealer Nährboden für Pilze. Grund für den Blattlausbefall ist trockene Warmluft im Zimmer. Dies behagt den Blattläusen sehr.

Bei schwächerem Befall hilft eine gründliche Wasserdusche. Treten die vermehrungsfreudigen Blattläuse gehäuft auf, so kann der Wirkstoff Neem empfohlen werden. Ist eine Zimmerpflanze „total verlaust“, kommt meist auch die „Giftspritze“ zu spät, und man ärgert sich schwarz.

Eine Quizfrage zwischendurch: Was ist das? Es ist aktiv, etwa zwei Millimeter lang, schneeweiß und geschickt? Es versteckt seine 100 bis 200 Eier auf der Blattunterseite. Richtig! Die „Weiße Fliege“. Sie ist verantwortlich für gelbliche Flecken auf dem Blatt, das später welkt und vertrocknet. Wie auch bei Blatt- und Schildläusen werden von diesem Insekt die Blätter durch „Honigtau“ verunreinigt, auf dem sich gern Pilze ansiedeln. Es sollten mindestens fünf Behandlungen mit einem Wirkstoff Pyrethrum in Abständen von acht bis neun Tagen erfolgen.

Wer sich braun-schwarze Fransenfüßler, Thrips oder Blasenfüßler (ca. 1 Millimenter groß) „eingefangen“ hat, wird als Schaden silbrig schimmernden Belag (leergesaugte Pflanzenzellen) entdecken. Hier hilft hohe Luftfeuchtigkeit und regelmäßiges Sprühen mit Wasser. Großblättrige, ledrige Blätter lassen sich in Handarbeit mit einem feuchten Tuch (Seifenlösung) abwischen. Wer zum Wirkstoff Imidacloprid greift, muss auch in diesem Fall unbedingt auf die Gebrauchsanweisung achten.

Schwieriger zu beseitigen sind Schildläuse. Bei den noch beweglichen Larven ist es am einfachsten. Auch vereinzelt auftretende „gepanzerte“ Exemplare können vorsichtig abgekratzt werden. Stärker Befallenes sollten hingegen mit einem Präparat auf der Basis von Parafinöl behandelt werden.

Schmier- oder Wolläuse verstecken sich nicht unter Schilden, sondern in Watte-ähnlichen Ausscheidungen an schwer zugänglichen Stellen. Bei gehäuftem Auftreten der schädlichen Organismen ist eine Behandlung wie bei „Panzerläusen“ zu empfehlen.

Die Spinnmilben „arbeiten“ meist an der Blattunterseite und sind deshalb schwer zu entdecken, weil sie nur einen halben Millimeter groß, rot und mit acht Beinen bestückt sind. Auf den Blättern fallen zunächst hellere Flecken auf, die sich rasch zu bräunlichen Placken ausweiten. Hinzu kommt ein feines Gespinst. Spinnmilben vermehren sich in trockener Heizungsluft explosionsartig, zumal wenn noch Zugluft hinzukommt. Vorbeugende Maßnahmen: Regelmäßiges Besprühen mit Wasser oder Brennesselbrühe und ausreichende Luftfeuchtigkeit. Sollte die „sanfte“ Art erfolglos sein, helfen Pyrethrum-Präparate (biologisches Mittel) bestimmt weiter.

Der heutige Pflanzenschutz verzichtet weitestgehend auf die „chemische Keule“. Absammeln, Abkratzen oder das Abtrennen befallener Pflanzenteile, also biologische Mittel oder „sanfte“ Chemie, sind vorzuziehen.