Wir empfehlen Ihnen die Spiele des Jahres 2015

Allmählich werden die Abende länger. Endlich wieder Zeit zum Spielen! Obwohl – für die wahren Spielbegeisterten, große oder kleine, ist ja das ganze Jahr über Spielesaison. Für alle, die die „Spiele des Jahres 2015“ noch nicht kennen: Hier sind sie!

Ein Glück, dass es den Verein „Spiel des Jahres e.V.“ gibt. Dort werden alle Spiele, die im Laufe eines Jahres erscheinen genau unter die Lupe genommen und ausprobiert. Eine zehnköpfige Jury aus Spieleexperten berät dann, welche Neuerscheinungen das Zeug zum „Spiel des Jahres“ haben. Und wählt dann die Sieger in drei Kategorien:

  • Spiel des Jahres
  • Kinderspiel des Jahres
  • Kennerspiel des Jahres

Aber wie wird man Spieleexperte? Und wie „Spiel des Jahres“?

Für die Jurymitglieder sind Gesellschaftsspiele ein fester Bestandteil ihres Lebens und ihres Berufs. Selbstverständlich nicht als Spieleentwickler- oder verleger. Das würde die Neutralität ihres Urteils in Frage stellen. Es handelt sich viel mehr um Fachjournalisten, die im Rahmen ihrer Arbeit viele Spiele kennengelernt haben und auch darüber berichten. So können sie kompetent urteilen. Die Spiele werden auf Kriterien wie Spielidee, Regelgestaltung, Spielmaterial und Grafik untersucht und dann wird diskutiert, welches denn den begehrten Preis erhält und sich Spiel des Jahres nennen darf.

„Colt Express“ – Das „Spiel des Jahres 2015“

colt_express_350In Colt Express sind die Spieler Zugräuber im Wilden Westen, die Reisende in einem Zug überfallen. Sie müssen sich auf ihrem Raubzug durch Waggons schießen und schlagen. Wer am Ende die meisten Geldbündel und Edelsteine erbeutet, hat gewonnen.

Begründung der Jury:
Ein Spiel wie eine Westernparodie! Fast schon in Slapstick-Manier verlieren die Banditen die sicher geglaubte Beute in Schlägereien oder sie ballern einfach ins Nichts. Wer gerade noch darüber feixt, anderen Gaunern die Absichten vermasselt zu haben, tappt schon bald selbst in einen Hinterhalt. Diese Mischung aus Planung und Chaos hat Charme und viel Witz. Lok und Waggons als dreidimensionaler Spielplan machen „Colt Express“ zudem zu einem echten Hingucker.

von Christophe Raimbault
Verlag: Ludonaute

2 – 6 Spieler * •  ab 10 Jahren  •  ca. 40 Minuten

 

„Spinderella“ – Das „Kinderspiel des Jahres“ 2015

spinderellaAlles Gute kommt von oben … „Spinderella“ lässt sich von ihren beiden Spinnenbrüdern abseilen. Hoch über dem Boden schwingend, wirbelt sie den Marathon der Waldameisen kunterbunt durcheinander.

‚Schnapp‘ – im ganzen Wald ist es zu hören, wenn das aufgeweckte Spinnenmädchen wieder einen der kleinen Kraftprotze dorthin bugsiert, wo er gestartet ist. Aber auch die Ameisen sind nicht dumm. Sie nutzen ein ausgehöhltes Rindenstück als Schutzschild. Während die Spieler sich gegenseitig darin übertreffen, die Ameisen der Mitspieler einzufangen, wetteifern sie gleichzeitig darum, die eigenen Krabbler ins Ziel zu bringen.

Spinderella“ bietet verspielten Jungspinnern und drahtigen Ameisen ein kribbelndes räumliches Spielerlebnis, bei dem die Nervenfasern am seidenen Faden hängen.

Begründung der Jury:
Unten auf dem Waldboden ist viel los – und oben drüber auch. Der doppelbödige Mechanismus mit Magnetkraft zieht Spieler magisch an. Der Autor Roberto Fraga gewinnt dem klassischen Laufspiel eine neue Ebene ab. Die lauernde Spinne direkt über dem Ameisentreck sorgt für ein permanentes Kribbeln. Ärgere ich mit ihr die Mitspieler? Oder bringe ich meine Ameisen ins sichere Ziel? Diesem packenden Spielprinzip ordnet sich das tolle Material jederzeit unter. Es ist kein Gimmick.

von Roberto Fraga
Verlag: Zoch

2 – 4 Spieler  •  ab 6 Jahren  •  ca. 20 Minuten

 

„Broom Service“ – „Kennerspiel des Jahres“ 2015

broom_350Broom Service ist ein unterhaltsames und interaktives Spiel für die ganze Familie. Die Spieler schlüpfen in die Rolle von Sammlern, Hexen und Druiden und versuchen, möglichst gewinnbringende Zaubertränke herzustellen und diese auf ihre flotten Besen im gesamten magischen Reich auszuliefern.

Begründung der Jury:
Mutig oder feige sein? Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch eine Partie „Broom Service“. Die immer wieder geforderte Einschätzung, eine Aktion riskant und somit viel lukrativer ausführen zu wollen oder lieber vorsichtig und damit verlässlich, sorgt für Spannung am Fließband. Wahrlich magische Momente erlebt, wer die taktischen Vorhaben der Gegner entzaubert. Besonders schön: Zusätzliche Profi-Varianten gestalten das Spiel noch abwechslungsreicher.

von Andreas Pelikan und Alexander Pfister
Verlag: alea/Ravensburger

2 – 5 Spieler  •  ab 10 Jahren  •  ca. 75 Minuten


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