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Vermeiden Sie Staunässe

Dauernde Staunässe bedeutet für fast alle Pflanzen das „Aus“, wenn das Oberflächenwasser nicht mehr versickern kann. Dieses Zuviel an Dauerfeuchtigkeit presst zum einen den Sauerstoff aus dem Erdreich. Folge: Die Pflanzenwurzeln können nicht mehr ausreichend atmen, sie ersticken und faulen. Zum anderen verdrängt das stehende Nass auch die im Boden wichtigen Gase. Folge: Sauerstoffmangel entsteht, das unterirdische Mikroklima wird zerstört, und damit verbunden wird die Kohlendioxidkonzentration im Boden größer.

Stehendes Wasser vermeiden

Stehendes Wasser ist auch dafür verantwortlich, dass eine intakte Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen zerstört wird. Im Boden befindliche Pilze übernehmen bei sehr vielen Laub- und Nadelbäume an den Feinwurzeln die Funktion der fehlenden feineren Wurzelhaare. Diese Pilze vergrößern durch ihre Symbiose die Fläche für die lebenswichtige Nährstoffaufnahme der Feinwurzeln um das 100- bis 1000fache. Durch Staunässe ertrinken, verhungern und vertrocknen also die Pflanzen. Ein langer Ablebeprozess beginnt. Noch im Sommer können Pflanzen durch jetzt verursachte Schäden schlagartig verwelken, weil die Wurzeln nicht mehr richtig arbeiten. Deshalb werden „erträchtliche“ Vernässungsschäden beispielsweise bei Immergrünen Pflanzen zu spät entdeckt.

Zerstörte Wurzeln bedeuten auch für besonders große Bäume, dass sie nicht nur das Leben, sondern auch ihren sicheren Halt verlieren können. Wer seinen Boden (besonders auf befahrenen Baustellen) verdichtet hat, muss rechtzeitig vor dem Aufbringen des Oberbodens dafür sorgen, dass Dauerregen nach unten abfließen kann. Nur lockere, humöse und tiefgründige, durchlässige Böden lassen von vorn herein keine Staunässe zu. Bei schweren oder durchgehend feuchten Böden macht es ökologisch deshalb auch keinen Sinn, eine winterliche Mulchdecke aufzubringen.

Bereits bei mehr als 900 mm Niederschlag im Jahr kann es dann unwillkürlich zu Staunässe und Pflanzenschäden kommen. Durch die aufgetragene Naturschicht ist die notwendige „bodenaufbrechende“ Frostgare beeinträchtigt. Eine Mulchdecke erschwert eine schnelle, praktikable Auflockerung der Erdkrumme. Wo jetzt nicht gerade Reis angebaut werden könnte, sollte mit der Bodenbearbeitung zwischen den Obstbäumen begonnen werden. Eine spätere Lockerung des Landes (April, Mai) erhöht möglicherweise die Blütenfrostgefahr, da frisch gelockerte Erde die Wärmeabstrahlung des Bodens erheblich einschränkt (Isolierschicht). Bodenschützer verzichten deshalb gänzlich aufs Umgraben. Wer eine Bodenbedeckung oder -veredlung (Mulchen, Untersaaten) für nicht stauwassergefährdete Böden plant, sollte hiermit bis zum Juni warten.