Umweltfreundlich Grillen

Grünes Grillen tut allen gut: Der Umwelt, Ihnen, Ihren Gästen – und selbst Ihren Nachbarn. Einfach ist es auch. Sie müssen nur ein Auge darauf haben, was in und auf Ihren Grill kommt.

Auf dem Grill: Die richtige Frische aus der Region

Gerade bei Grillfleisch lohnt sich der Griff in die Supermarkt-Tiefkühltruhe überhaupt nicht. Schauen Sie lieber bei Ihrem Metzger vorbei und fragen Sie nach Bio-Ware aus der Region. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern schmeckt außerdem auch besser – und freut Ihre Gäste.

Der entscheidende Punkt ist aber, zu welcher Fleischsorte Sie greifen. Der TÜV Rheinland hat die Klimabilanz eines kompletten Grillabends berechnet. Fazit: Allein der Verzicht auf Rindfleisch und Grillkäse spart schon knapp 20 % CO2 ein. Warum, zeigt ein Blick in  folgende Tabelle:

1 Kilo dieses Grillguts… …verursacht so viel CO2:
Rindfleisch 13,5 kg CO2
Geflügel 3,5 kg CO2
Schweinefleisch 3 kg CO2
Gemüse 0,15 kg CO2

(Quelle: Pendos CO2-Zähler, co2online / Bundesumweltministerium, 2007)

Die Unterschiede sind drastisch: Rindfleisch belastet das Klima über vier mal so stark wie Schweinefleisch. Unter Umweltgesichtspunkten können Sie also statt einem Rindersteak gleich vier Schweinesteaks auf den Grill legen. Die Klimakosten sind die gleichen.

Die beste Ökobilanz hat natürlich Gemüse. Was aber tun, wenn man nicht nur Gemüse grillen will? Ganz einfach:

  • Reduzieren Sie die Fleischmenge auf dem Grill – am Spieß gelingen leckere Kombinationen aus Gemüse und Fleisch besonders gut!
  • Ersetzen Sie das Rindfleisch auf dem Rost so weit wie möglich durch Schweinefleisch und Geflügel

Im Grill: Clevere Brennstoffe

Über clevere Brennstoffe im Grill freuen sich neben der Umwelt auch die Nachbarn. Denn diese Produkte verursachen weniger Funkenflug oder riechen deutlich weniger als ihre konventionellen Verwandten:

  • Briketts aus Olivenkernen brennen sehr ausdauernd und minimieren den Funkenflug. Die Olivenkerne fallen bei der Olivenölproduktion an. Das macht die Briketts zum hundertprozentigen Recyclingprodukt und CO2 –neutral.  Vom NABU Deutschland wärmstens empfohlen!
  • Grillanzünder aus wachsgetränkten Holzfasern entwickeln im Gegensatz zu konventionellen Produkten keine unerwünschten Gerüche, funktionieren gut und kommen ohne mineralölbasierte Bestandteile aus

Rund um den Grill: Mehrweg bringt mehr

Manchen Parks sieht man den Beginn der Grillsaison leider deutlich an: Da türmen sich Bierdosen, Papp- und Plastikteller, Plastikbesteck, Plastiktüten, Verpackungsmaterial, abgebrannte Einweggrills und dazwischen kollabierte Billiggrills. Das alles braucht kein Mensch zum  Grillen. Verwenden Sie stattdessen:

  • Mehrweggeschirr und –besteck – wer Scherben befürchtet oder nicht zu schwer schleppen will, findet im Campingbereich leichte und unzerbrechliche Alternativen.
  • Getränke in Mehrwegflaschen – sind auch geschmacklich empfehlenswert.
  • Einweggrills müssen nicht sein – in unseren Filialen finden Sie günstige und clevere kleine Mitnehmgrills inklusive praktischer Tragetasche

Der Hintergrund: Von Rindern, CO2 und der Klimabilanz

Alle reden von CO2 – und das hat gute Gründe. Denn dieses Gas hat den größten Anteil am menschengemachten Klimawandel. Es macht also ausgesprochen viel Sinn, möglichst wenig CO2 zu verursachen. Aber dazu muss man aber erst einmal wissen, wann und wo es entsteht.

Genau dafür werden Klimabilanzen erstellt – wie der TÜV Rheinland das für eine Grillparty getan hat. Eine Klimabilanz soll zeigen, wie viel CO2 ein Produkt während seines gesamten Lebenszyklus verursacht. Dazu wird zusammengerechnet, wie viel CO2 bspw. Herstellung, Lagerung, Transport und Entsorgung dieses Produktes verursachen.

Und was versaut den Rindern ihre Klimabilanz? Zum einen ihre Verdauung. Sie produzieren nämlich viel Methan – und 1 Kilo Methan ist so klimaschädlich wie 21 Kilo CO2. Zudem fressen Rinder leider häufig auch noch Kraftfutter mit einem hohen Sojaanteil. Das Soja kommt meist aus Südamerika, hat also eine weite Anreise bis zum heimischen Futtertrog hinter sich – und das verursacht natürlich reichlich CO 2



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