Urlaub mit dem Hund – Mit Vierbeinern auf Reisen

Bald steht die Urlaubszeit an und damit kommen für Tierhalter wieder einige Fragen auf: Was muss ich beachten, wenn ich mit meinem Hund in den Urlaub fahren möchte? Kann ich eine Katze auch mitnehmen?

In diesem Artikel finden Sie viele wertvolle Tipps, damit die gemeinsame Reise mit dem Vierbeiner von Anfang bis Ende für alle ein schönes und entspanntes Erlebnis wird. Natürlich können Sie auch direkt an unser Fachpersonal in den Knauber-Filialen wenden, wenn es um Fragen zur Ernährung, Haltung, Erziehung oder Gesundheit geht.

Sie wollen mit Ihrem Hund verreisen?

Damit dies zu einem schönen Erlebnis für alle Mitreisenden wird, beachten Sie bitte Folgendes: Wie für Sie selbst gibt es für Ihren Hund einen Reisepass. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt bzw. Ihrer Tierärztin einen sogenannten blauen EU-Heimtierpass – auf der Vorderseite ist das europäische Sternenbanner zu sehen – ausstellen. Darin werden alle Impfungen bescheinigt; besonders wichtig ist eine gültige Tollwutimpfung. Sie wird von den EU-Mitgliedsstaaten als einzige Impfung verlangt und muss mindestens dreißig Tage und maximal zwölf Monate vor Grenzübertritt durchgeführt worden sein. Ferner muss Ihr Hund mit einem Mikrochip gekennzeichnet werden. Die Chipnummer wird – dies ist ebenfalls Pflicht – im Ausweis eingetragen. Zumeist muss das Tier ein Mindestalter von 3 Monaten haben. Außerdem ist zumeist die Einreise von mehr als 5 Hunden untersagt.

Irland, Schweden und das Vereinigte Königreich/UK stellen schärfere Anforderungen an den Tollwut-Impfschutz (Blutuntersuchung auf Antikörper) und haben besondere Bestimmungen für eine Behandlung gegen Fuchsbandwurm- und Zeckenbefall. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem Tierarzt über die aktuellen Bestimmungen, da diese sich durchaus ändern können. In einigen Ländern ist es schlichtweg untersagt gemeinsam mit Wach- oder Schutzhunden bzw. bestimmten Rassen (oder Rassetypen) einzureisen. Daher ist es zwingend notwendig schon frühzeitig solche Fragen bei der Reiseplanung abzuklären. Notfalls muss ein Platz im Hundehotel oder eine zuverlässige Betreuung des Hundes organisiert werden.

Denken Sie bitte daran, dass es in einigen Ländern Pflicht ist, dass Ihr Hund einen Maulkorb trägt. In einigen Ländern haben die Tiere beispielsweise nichts an Stränden oder auch in öffentlichen Verkehrsmitteln zu suchen.

Einen Reisenapf, ausreichend Wasser und gewohntes Futter gehören ebenso auf Ihre Checkliste. Kotsammelbeutel sind nicht überall verfügbar, also nehmen Sie diese bitte mit, da es in vielen Ländern nicht nur zum guten Ton gehört, dass Sie hinter Ihrem Hund aufräumen – was Sie selbstverständlich sowie tun – sondern bei „Vergessen“ sogar empfindliche Strafen verhängt werden.

122541516Reisen Sie mit dem Auto?

Denken Sie an die korrekte Sicherung Ihres Tieres mit einer sogenannten Sicherheitsgarnitur. Am besten TÜV-geprüft, um im Fall der Fälle keine Schwierigkeiten mit der Versicherung zu bekommen. Ein Absperrgitter und die Verwahrung in einer fixierten Transportbox ist zwar möglich, wird aber nicht immer von Ihrer Versicherung akzeptiert. Erkundigen Sie sich bitte vorher, um Schwierigkeiten zu vermeiden.

Bei der Bahn müssen Reisende ebenfalls nachfragen. Speziell bei großen Hunden oder bei bestimmten Rassen kann es Probleme geben. Ansonsten gilt in der Regel, dass Ihr Hund wie ein Kind seinen eigenen Fahrschein „lösen“ muss.

Via Flugzeug geht es auch! Kleine Hunde – meist bis etwa 7kg – dürfen nach vorheriger Genehmigung durch den Piloten, bei manchen Gesellschaften in speziellen Taschen, mit in die Kabine. Sonst reist der Vierbeiner in einer speziellen Box im Frachtraum mit, was aufgrund der ungewohnten Umgebung, der Aufregung und Temperatur nicht immer stressfrei abläuft. Also wenn es nicht unbedingt notwendig ist, bleibt Ihr Hund besser bei professionellen Urlaubsbetreuern oder im Hundehotel zu Hause.

Gehen Sie mit Ihrem Hund Wandern? Es gibt spezielle Leinen, die Sie sich zum Beispiel um die Hüfte legen können und so die Hände frei haben, um sich abzustützen oder Ihre Stöcke benutzen zu können.

hund-camping1Camping mit dem Hund?

Bitte klären Sie ab, ob Hunde auf dem Campingplatz erlaubt sind. Wenn ja, so gibt es Schleppleinen oder längere Leinen, die Sie an einer Spirale oder zum Beispiel Ihrem Sonnenschirm befestigen können, damit Ihr Liebling Ihnen nicht abhanden kommt.

 

 

159145256-1Apropos Sonnenschirm: Denken Sie bitte an ausreichend Schatten für Ihren Hund. Es gibt sogenannte Sonnenmuscheln, die Sie und er benutzen können, um sich im Schatten beide auszuruhen.
Ein Sprung ins kühlende Meerwasser bedeutet nicht für jeden Hund das pure Vergnügen. Vierbeiner können allergisch reagieren, wenn sie zum Beispiel zu viel Salzwasser schlabbern – oder aber das Salz oder der Sand in die Augen gelangt.