Gras ist nicht nur grün! – Ziergras bringt Farbenvielfalt ins Beet.

Ziergras – die perfekte Ergänzung für jede Blumenpracht

Ziergräser sind meist unauffällig und beleben dennoch, ähnlich wie Farne, unsere Gärten und Balkons.
Dabei wirken sie besonders attraktiv im Zusammenspiel mit ähnlich hohen Pflanzen, weil sie mit ihren eher schlichteren Halmen einen besonderen Kontrast bilden.
So entstehen sowohl ein ruhiger Gegenpol zu den bunten Sommerpflanzen als auch ein Blickfang, der oft bis zum Winter erhalten bleibt.

Einige Sorten sind bereits bekannt, andere auch schon beliebt. Außer Frage steht, dass Ziergras an den verschiedensten Stellen rund ums Zuhause ein Hingucker ist!
Wir stellen Ihnen einige der gängigsten Arten vor, die Sie auch in unseren Knauber Filialen erhalten und geben Tipps zur richtigen Pflege und dem Standort.

Ziergrassorten

Japangras
Die Blätter des Japangrases erinnern an Bambusblätter und fallen durch ihr gestreiftes Muster auf. Dieses Ziergras erfreut bereits früh im Jahr durch sein meist grünes und üppiges Laub und hält sich über den Sommer und auch den Herbst.

Chinaschilf (Elefantengras)
Chinaschilf gehört zu den Süßgräsern und erinnert daher optisch an unser heimisches Getreide. Bei ausreichend Platz hat das Schilf einen großen und ausladenden Wuchs, der neben blühenden Pflanzen Ruhe ins Beet bringt. Die Pflanze an sich ist winterhart, sollte jedoch im Topf oder Kübel eingepackt werden und nicht direkt auf dem Boden stehen.

Federgras
Das Federgras ähnelt mit seinem überhängenden Wuchs ebenfalls einer Getreidepflanze wie z.B. Weizen oder Gerste.
Dadurch erinnert es im Wind immer noch an ein Getreidefeld, wo sich die Ähren über die Mohn- und Kornblumen neigen. Dieses natürliche Schauspiel können Sie sich ganz einfach nach Hause holen, indem Sie das Federgras zwischen Ihre Sommerblüher einsetzen.

Blauschwingel
Der Blauschwingel hat nicht nur einen ulkigen Namen, sondern auch eine ungewöhnliche Kugelform. Auch als Bärenfellschwingel bekannt – passt er mit seiner Form und bläulichen Farbe gut in Stauden- oder Steinbeete, oder auch als Blickfang auf einen Hang. Außerdem ist diese Ziergras-Sorte sehr pflegeleicht und kann mit Dürren oder kalten Temperaturen gut umgehen.

Lampenputzer- bzw. Federborstengras
Dieses üppig wachsende Ziergras hat seinen Namen wegen der Blütenstände, die in ihrer Form an weiche Borsten bzw. an Lampenputzer erinnern. Das Lampenputzergras gibt es in verschiedensten Größen und Farben und ist sowohl im Sommer wie auch im Winter hübsch anzusehen. Das Gras macht sich durch seine Langlebigkeit gut in einer Vase

Pampasgras (eher ans Ende)
Pampasgras ist hoch und straff im Wuchs und hat eine buschige Ähre, die meist in weiß aber auch in anderen Farben erhältlich ist. Das Pampasgras ist, allein gepflanzt, besonders am Wasser oder lauschigen Plätzen ein Blickfang. Sofern man es vor zu viel Wasser schützt, ist es sogar winterhart.

Was muss beim Kauf beachtet werden?

Wenn Sie Ihren Garten mit Ziergräsern verschönern möchten, empfiehlt es sich in jedem Fall die Pflegehinweise im nächsten Abschnitt zu berücksichtigen. Aber auch Boden und Standort sind für einen guten Wuchs und eine schöne Pflanze wichtig. Wir geben Ihnen eine kleine Übersicht:

Kleine Standortkunde für Ziergräser

  • Japangras: Lehmiger, sandiger und feuchter Boden (je nach Sorte auch sumpfig), eher halbschattig/schattig, bei genug Feuchtigkeit auch sonnig
  • Chinaschilf: Nährstoffreicher, lehmiger und mäßig feuchter Boden mit guter Entwässerung, sonnig bis halbschattig
  • Federgras: Sehr magerer Boden bei viel Sonne (Sand kann zum Ausmagern eines üppigen Bodens verwendet werden), auch Steingärten oder Hänge eignen sich
  • Blauschwingel: Trockener, nährstoffarmer und gut durchlässiger Boden (ohne Humus oder Torf), sonnig bis halbschattig
  • Lampenputzer- bzw. Federborstengras: Wenig Ansprüche an Boden, dieser sollte aber wasserdurchlässig sein und ausreichend Platz zum Wachsen haben, viel Sonne
  • Pampasgras: Nahrhafter Boden bei viel Sonne, akzeptiert etwas Trockenheit

Alle in diesem Artikel erwähnten Ziergras-Sorten werden überwiegend im Frühjahr eingepflanzt, um im Sommer, Herbst und teilweise auch Winter ihre Pracht zu entfalten.

Pflege von Ziergräsern

Ziergräser sind grundsätzlich pflegeleicht, haben allerdings je nach Sorte verschiedene Anforderungen an ihren Standort und die Bodenverhältnisse.
Sofern Sie sich diesbezüglich beim Kauf informieren und diese Ansprüche berücksichtigen, haben Sie auch lange Freude an Ihrem Ziergras.

Die Gräser unterscheiden sich in einjährig und mehrjährig, wobei die einjährigen im Herbst entsorgt und die mehrjährigen im Frühjahr zur Vermehrung geteilt werden sollten.

Je nach Sorte braucht das Ziergras im Sommer ausreichend, aber nicht zu viel Wasser, um es vor Staunässe zu schützen, welche zu Fäulnis führt.

Ist die Pflanze winterhart, sollte sie dennoch mit Hilfe von Reisig, Vlies oder ähnlichem vor Frost und Feuchtigkeit geschützt werden. Es hilft außerdem, die Triebe zusammenzubinden, da so die Wurzeln noch besser geschützt sind.
Ziergras im Kübel oder Topf sollte man zusätzlich noch vor dem Bodenfrost, zum Beispiel durch Styropor oder Holz, bewahren.
Eine nicht winterharte Pflanze muss an einem frostfreien Ort überwintert werden.

Teilen von mehrjährigen Gräsern
Mehrjährige Gräser sollten zur Vermehrung nach dem Winter geteilt werden. Dies macht man am besten, wenn die Pflanze wieder austreibt.
Hierzu gräbt man die Wurzel aus, zerteilt diese und gräbt sie an neuen, gewünschten Stellen wieder ein. Ah hier wird´s erklärt 😉
Die Wurzel wird jedoch nicht beschnitten, sondern mit den Händen zerteilt, um sie nicht zu beschädigen.

Tipp:
Die meisten Ziergräser eignen sich ebenfalls für Blumentöpfe oder –kübel und lassen sich mit verschiedensten Blühpflanzen kombinieren.Was Sie hier beachten sollten, erklärt Ihnen unser Fachpersonal in der Knauber Filialen gern!