Zu Besuch bei der Baumschule Hanses-Ketteler

Wir waren zu Besuch bei Familie Hanses-Ketteler, wo auch der Knauber-Naturbaum seine Wurzeln hat.

NaturbaumHallo, Herr Hanses-Ketteler! Seit wann gibt es Ihre Baumschule?

In der jetzigen Form betreiben wir sie seit 30 Jahren. Als Jungpflanzenzucht besteht sie aber schon seit 1852.

Und was genau zählt heute zu Ihrem Sortiment?

Wir kümmern uns teils um Schnittgrünkultur, in erster Linie konzentrieren wir uns jedoch auf Weihnachtsbäume.

Das klingt aber nach ganz schön viel Arbeit.

Damit bin ich ja Gott sei Dank nicht allein. Zur Pflegezeit im Sommer haben meine Frau und ich noch drei bis vier Leute zur Unterstützung da, im Winter können es auch schon einmal zwölf sein.

Was stehen in einer Baumschule denn so für Aufgaben an?

Das beginnt damit, dass der Boden entsprechend präpariert werden muss. Die Nährstoffwerte müssen stimmen, die Höhenlagen passen… Die Felder dürfen zum Beispiel nicht da liegen, wo sich die kalte Luft zu schnell sammelt – sprich, in den Tälern. Außerdem muss man beachten, ob es sich um einen Nordhang oder Südhang handelt.

Hängt davon auch die Haltbarkeit nach dem Schlagen ab?

Da kommt es eher auf den vorherigen Sommer an. Konnten die Bäume vor dem Einschlag mehr Feuchtigkeit tanken, überstehen sie auch den Winter im Wohnzimmer besser.

Je mehr Regen im Sommer also, desto haltbarer auch mein Weihnachtsbaum?

Ja, das kann man so sagen. Optimal ist außerdem, wenn der Baum bei uns noch einen Frost mitgenommen hat. Dann spielt es auch eine Rolle, zu welchem Zeitpunkt er geschlagen wird. Bestenfalls passiert das möglichst kurz vor Weihnachten. Bei uns zum Beispiel geht es erst gegen Mitte November damit los und die Bäume werden nach kurzer Lagerung direkt an den Kunden geliefert.

Weshalb wir sie dort auch in besonders frischer Qualität kaufen können.

Ja, unter anderem. Für eine gute Qualität achten wir aber auch sehr darauf, alle Bäume so schonend wie möglich heranzuziehen. Das heißt, wir verzichten weitestgehend auf chemische Mittel und leisten da lieber Handarbeit.

Können Sie uns das genauer erklären?

Einige Bäume müssen während ihres Wachstums beschnitten werden, damit die Spitzen nicht zu sehr in die Höhe schießen. Sie werden so an den Seiten voller und sehen dementsprechend gesünder und schöner aus. Das wird bei uns alles manuell mit einer Zange gemacht und unterscheidet uns von den konventionellen Betrieben.

Was macht Ihren Naturbaum noch aus?

Wir produzieren nur so viel, dass wir über alles einen guten Überblick haben. So können wir uns auch wirklich gut um unsere Bäume kümmern, sehen, was mit ihnen passiert, und wissen schließlich, was wir unseren Kunden verkaufen.

Und wie pflege ich meinen Weihnachtsbaum zuhause am besten weiter?

Nach dem Kauf mit der Säge ein kleines Stück vom Stamm abschneiden und dafür sorgen, dass der Baum von Anfang an immer genügend Wasser hat. Zu Beginn brauchen Bäume nämlich mindestens einen halben Liter am Tag.

Vielen Dank für das Interview!


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